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Transsubstantiation der Sieben

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 151

Stufe 3

Die Tremere halten eine besondere Loyalität gegenüber Haus und Clan, doch das Ausmaß dieser Loyalität und die Mittel, mit der sie erhalten wird, bleiben für einen Großteil der Kainskinder ein Geheimnis. In Wahrheit unterliegt jeder Lehrling der Tremere durch ihr gemischtes Blut einem partiellen Blutsband gegenüber dem Rat der Sieben.

Nach dem Kuss legt ein neugeborener Tremere einen formellen Schwur auf den Kodex der Tremere ab. Dieser Eid ist von keinerlei Magie begleitet, doch der vorsitzende Regent (oder Tremere eines höheren Ranges) beendet diese Formalität mit der Transsubstantiation. Der Anwender füllt einen großen Kelch mit seinem Blut und singt die Beschwörungen des Rituals. Der Neugeborene, der noch immer mit dem neuen Phänomen seines Blutdurstes ringt, trinkt den gesamten Inhalt seines Kelches. Sobald das Blut in seinen Körper gelangt und sich dort verteilt, transformiert das Ritual das Blut auf magische Weise in das Blut des Rats der Sieben.

Auf diese Art erhalten alle Neugeborenen der Tremere eine Stufe zum Blutsband mit dem Rat, ohne das Risiko eingehen zu müssen, dass Feinde das Blut der Ratsmitglieder

stehlen könnten. Die Teilnahme an der Transsubstantiation wird als Bedingung dafür angesehen, dass ein Küken gesellschaftlich als vollwertiges Mitglied des Clan Tremere angesehen wird.

Diejenigen, die dem Ritual unterzogen wurden und sogar die meisten, die es selbst ausführen können, wissen nur wenig über seinen magischen Aufbau oder Zweck. Selbstverständlich entspricht das transmutierte Blut dem des Rats der Sieben, doch wie groß müssen ihre Vorräte sein, damit sie jeden Neugeborenen bei der Durchführung dieses Rituals mit Blut versorgen können? Wohin geht das Blut des Neugeborenen? Es gibt Gerüchte hinter vorgehaltener Hand, dass es unter Wien einen enormen Tresor mit beschrifteten Phiolen voll Vitae gäbe, wo das Blut eines jeden Kainskinds konserviert wird, das jemals diesem Ritual unterzogen wurde, doch das kann wohl kaum stimmen ... oder?

System: Der Anwender der Transsubstantiation muss einen Blutpunkt eigenes Blut aufwenden. Das Blut im Kelch bleibt so lange unverändert, bis es getrunken wurde und sich im Körper des Ziels verteilt hat, wo es dann die Eigenschaften des Blutes des Rats der Sieben annimmt.

Dies verursacht einen Schritt auf dem Weg zum Blutsband gegenüber dem ganzen Rat und garantiert dabei, dass das Blut des Rates nicht gestohlen werden kann. Da sich das Blut bereits im Körper des Ziels befindet, zählt es als seine eigene Vitae, wenn es später entzogen würde.

Tatsächlich gibt es keine körperliche Notwendigkeit dafür, dass dieses Ritual an Neugeborenen durchgeführt wird. Nur sehr selten entwischt ein frisch erschaffener Tremere diesem Prozess. Theoretisch könnte das Ritual auch dafür verwendet werden, um stärkere Bande bei älteren Tremere hervorzurufen, selbst bei Ghulen oder Kainskindern anderer Clans. Kainskinder der 14. oder 15. Generation, Ghule und Wiedergänger können dieses Ritual nicht nutzen, da ihr Blut nicht mächtig genug ist, um das Blut des Rates zu kanalisieren.