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Herrschaft über das Blut

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 145

Stufe 1

Gelehrte unter den Kainskindern warnen eindringlichst davor, irgendeinem Blutmagier Zugriff auf das eigene Blut zu gewähren, es sei denn, man hat vollstes Vertrauen in ihn. Ein Thaumaturg kann mit nur einer kleinen Mengen Vitae seine Kraft auf analog-magischer Weise fokussieren. Indem er einen Blutpunkt eines Feindes zerstört, erlangt der Thaumaturg symbolisch Macht über das Ziel, wodurch er wiederum beim nächsten Mal seine Überlegenheit über das Opfer zum Ausdruck bringen kann.

System: Der Thaumaturg muss eine kleine Menge seiner eigenen Vitae (ein zu vernachlässigender Anteil, weniger als ein Punkt) mit der des Opfers mischen und dies dann langsam in einem Feuer verbrennen oder das Blut langsam über offener Flamme verkochen lassen. Der Anwender spricht bei der Beendigung des Rituals Beschwörungen der Symmetrie. Ist das Ritual abgeschlossen, erlangt der Thaumaturg bis zum nächsten Sonnenaufgang einen kleinen Grad der Herrschaft über das Opfer. Bei der nächsten Probe, die der Anwender gegen das Opfer anstrebt, gelingt der Versuch des Anwenders automatisch.

Wenn die Aufgabe einen Würfelwurf erfordert, erhält der Anwender einen automatischen Erfolg, doch nicht mehr (und er kann auch nicht würfeln oder Willenskraft einsetzen, um den Wurf zu verbessern). Dies bedeutet, dass dem Anwender ein geringfügiger Erfolg über seinen Widersacher gelingt, wenn auch vielleicht nicht in einem Maße, wie es der Thaumaturg gerne gehabt hätte. Ein Erfolg ist beispielsweise nicht genug, um einen Gegner vollständig zu hypnotisieren, doch man kann ihn dadurch kurz mit Beherrschung beeinflussen. In ähnlicher Weise bringt Herrschaft über das Blut nichts, wenn das Opfer zuerst handelt und dem Anwender normalerweise kein Widerstandswurf zur Abwehr zusteht.

Beispielsweise würde der Anwender noch immer dem Einsatz von Präsenz des Gegners zum Opfer fallen, da er hier normalerweise keinen Widerstandswurf ablegen darf. Wenn das Opfer eine Disziplin einsetzt, gegen die man sich normalerweise wehren darf, dann kontert der Thaumaturg aber automatisch und beendet damit die Kraft des Rituals.

Herrschaft über das Blut gewährt den garantierten Erfolg bei einem bestimmten Ansinnen, der Thaumaturg kann nicht mehrere Blutpunkte verbrennen, um zusätzliche Erfolge zu erhalten oder hintereinander mehrere Handlungen erfolgreich durchzuführen. Ist das Ritual gewirkt, muss es genutzt werden, ehe es erneut gegen dasselbe Ziel durchgeführt werden kann. Der Effekt von Herrschaft über das Blut ist verwirkt, wenn der Erfolg bis Sonnenaufgang nicht genutzt werden konnte.