Prügel Dich zu Ruhm und Ehre
Thaumaturgie · Anarchen
Anarchen
Blutriten · S. 65
Stufe 2
Dieses Ritual erlaubt es dem Anarchen, Aspekte des Erscheinungsbildes eines bestimmten Sterblichen zu kopieren und zu übernehmen (z. B. Haarfarbe oder -schnitt, Augenfarbe, Tattoos, Piercings, selbst die Kleiderwahl, indem er sie sprichwörtlich aus dem Ziel herausprügelt. Der Hexer kann dieses Ritual selbst durchführen oder es durch einen anderen Anarchen wirken lassen, indem er ihm von hinten die Schultern reibt und ihm zuflüstert, was er zu sagen hat. Der Hexer wendet einen Blutpunkt auf und legt den Aktivierungswurf ab,
egal ob er das Ritual durchführt oder es durchführen lässt. Derjenige, der verändert werden soll, muss danach zu einem bestimmten Ziel mit den gewünschten körperlichen Merkmalen hingehen und zu ihm sagen „Ich mag wie Du aussiehst. Das nehme ich.“ Dann muss der Vampir dem Sterblichen mit der Faust ins Gesicht schlagen.
Um das Ritual abzuschließen, muss der Vampir den Sterblichen mit roher Gewalt bewusstlos prügeln, ohne vampirische Kräfte einzusetzen. Genau genommen verliert der Vampir durch das bloße Aussprechen der Beschwörung den Zugang zu seinen Disziplinen und er kann für die Dauer des Kampfes auch kein Blut einsetzen (oder für den Rest der Szene, falls der Sterbliche gewinnt) – die Philosophie der Punk-Hexer besagt, dass einem Vampir, der es in einem fairen Kampf nicht mit einem Sterblichen aufnehmen kann, ohnehin in den Arsch getreten gehört.
Sobald der Sterbliche ohnmächtig wird, kann der Vampir seine Belohnung einfordern. Wenn er die Frisur des Sterblichen kopieren möchte, muss er eine Handvoll Haare abschneiden. Wenn er dessen Augenfarbe möchte, muss er ihm ein Veilchen verpassen. Wenn er eines der Piercings möchte, muss er es dem Sterblichen aus der Haut herausreißen und es schlucken. Wenn er eines der Tattoos möchte, muss er das Tattoo des Sterblichen irgendwie permanent schädigen. Wenn er die Kleidung des Sterblichen möchte, zerschneidet er sie in Fetzen und behält ein kleines Stückchen für sich.
System: Jeder Erfolg verschafft dem Vampir eine Charakteristik, die mit dem Erscheinungsbild des sterblichen Opfers zusammenhängt; dabei kann er unter Haarfarbe, Frisur, Tätowierungen, Piercings oder Kleidung wählen. Wenn der Vampir in der nächsten Nacht erwacht, wird er über diese Merkmale verfügen (und falls entsprechend ausgewählt, auch eine perfekt sitzende Kopie der Kleidung des Sterblichen in seiner eigenen Größe tragen). Das Ritual verändert nicht das allgemeine Erscheinungsbild, d. h. der Vampir sieht im Grunde noch genauso aus wie vorher, nur mit oberflächlichen Veränderungen. Piercings und Tätowierungen erscheinen auf dem Körper des Vampirs grob an derselben Stelle wie bei seinem Opfer, doch entsprechend an Körpergröße und Körperbau angepasst. Kleidung hält, bis sie zerstört wird, doch alle anderen Charakteristiken werden fester Bestandteil des Erscheinungsbildes des Vampirs.