Im Fluss mit Ashé
Thaumaturgie · Thaumaturgie
Blutriten · S. 165–166
Im Fluss mit Ashé gehört zu den ungewöhnlichen Pfaden der Hexerei, da sein Einsatz kein Blut kostet. Tatsächlich geht es sogar darum, dem Wangateur den Einsatz von Blut in anderen Zusammenhängen zu ersparen. Im Fluss mit Ashé leitet sich aus der Pflanzenheilkunde der Yoruba ab und könnte viel eher als eine Reihe von Ritualen beschrieben werden, die auch aufeinanderfolgend gelernt werden müssen. Jedes Ritual erschafft eine Pflanzentinktur, die – wenn sie richtig angewandt wird – unter gewissen Umständen statt Blut eingesetzt werden kann. Der Willenskraftwurf wird immer dann abgelegt, wenn normalerweise der Blutpunkt ausgegeben werden würde. Wenn er scheitert, verliert der Vampir
zwei Blutpunkte, statt dem einen, den er normalerweise eingesetzt hätte, wenn er das vorbereitende Ritual ausgelassen hätte. Normalerweise müssen die Zutaten vermischt und direkt in der nächsten Runde eingesetzt werden, doch Geschenk der Ashé hebt diese Beschränkung auf. Doch was viel wichtiger ist: wenn die Umstände es zulassen, können einige der Mixturen sogar auf andere angewandt werden, nicht nur den Wangateur.
• Berührung des Lebens
Der Wangateur kann eine spezielle Mischung aus Kräutern und Pülverchen zu sich nehmen, anstatt Blut auszugeben, wenn er die Merkmale der Lebenden versucht nachzuahmen. Die Auswirkungen halten für eine Szene an. Der Wangateur kann diese Mischung selbst einnehmen oder sie einem anderen Kainskind zur Verfügung stellen (doch nicht einem Sterblichen), der die Mischung im Laufe der Szene schlucken muss. Bei der letzteren Variante entscheidet der Wangateur, welchen Aspekt der Lebenden das andere Kainskind vortäuschen kann.
•• Stärke von Wurzel und Stein
Der Wangateur muss die Mischung aus Kräutern und Pülverchen durch die Nase inhalieren, anstatt Blut auszugeben, wenn er ein körperliches Attribut erhöhen möchte. Die Auswirkungen entsprechen dem Ausgeben eines Blutpunktes, um ein körperliches Attribut übernatürlich zu steigern. Die Auswirkungen halten für eine Szene an. Der Wangateur kann die Mischung selbst nutzen oder sie jemand anderem zur Verfügung stellen (einschließlich Sterblichen). Wenn sie von jemand anderem genutzt wird, entscheidet der Wangateur, welches Attribut durch die vorbereitete Mixtur gesteigert wird.
••• Atem des Lebens
Der Wangateur muss die Mischung aus Kräutern und Pülverchen verwenden, anstatt Blut auszugeben, wenn er sich heilen möchte. Diese spezielle Mixtur ergibt eine Paste, die der Wangateur aktiv auf die zu heilende Stelle schmieren muss. Die Auswirkungen sind dieselben, wie wenn der Vampir einen Blutpunkt ausgibt, um körperlichen Schaden zu heilen. Diese Kraft heilt nur tödlichen oder Schlagschaden, keinen schwer heilbaren Schaden. Der Wangateur kann die Mischung selbst nutzen oder sie jemand anderem zur Verfügung stellen (einschließlich Sterblichen).
•••• Die Gunst der Orishas
Der Wangateur kann die Mischung aus Kräutern und Pülverchen verwenden, um damit eine Disziplin anzuwenden (einschließlich Blutmagie), deren Einsatz exakt einen Blutpunkt benötigt. Diese Formel benötigt zum Funktionieren zudem eine kleine Menge Blut, doch es muss nicht vom Wangateur stammen und kann sogar von einem beliebigen Feind kommen (Mensch oder Kainskind), der das Blut in der Nähe vergossen hat. Der Wangateur kann die Mixtur nur bei sich selbst anwenden und muss sich dafür einen oberflächlichen Schnitt auf dem Arm zufügen und die Mischung dort hinein reiben.
••••• Geschenk der Ashé
Der Wangateur kann nun mit den ersten drei Stufen des Pfades Mixturen herstellen, die ihre Wirksamkeit eine ganze Nacht behalten, anstatt nur eine Szene lang. Darüber hinaus kann der Wangateur eine Gesamtanzahl an Mixturen gleichzeitig bereithalten, die seinem Wert in Intelligenz entspricht. Somit kann er auch Verbündete mit Mixturen versorgen und muss sich nicht immer in der Nähe aufhalten, um die entsprechenden Vorzüge bieten zu können; er kann die Mischung einfach einem Verbündeten übergeben und ihn seiner Wege schicken.