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Der Pfad des Verfalls

Nekromantie · Nekromantie

Vampire: Das Dunkle Zeitalter - Jubiläumsausgabe · S. 286–288

Die dunkle Hand des Schicksals ist in der Welt des finsteren Mittelalters eine reale Gewalt. Der Pfad des Verfalls erlaubt dem Nekromanten, sich die dunklen Kräfte des Verfalls, des Untergangs und der Entropie zu Nutze zu machen, die alle Kreaturen erwarten, lebendig und untot.

• Asche zu Asche

Während manche Kainskinder wahllos morden und die Konsequenzen ihrer Taten nicht fürchten, verspüren andere Kainiten das Bedürfnis, etwas diskreter zu sein. Die Welt des finsteren Mittelalters ist ein gewalttätiger Ort, und selbst manche der frommsten Anhänger des Wegs des Himmels mögen das Bedürfnis haben, sich schnell einer Leiche zu entledigen. Der Einsatz dieser Kraft verwandelt einen menschlichen Leichnam in ein Häuflein unscheinbarer Asche von etwa einem Fünftel des Gewichts des ursprünglichen Körpers.

System: Die Spielerin gibt 1 Blutpunkt aus, während die Vampirin ihre Vitæ auf die Leiche tropft. Die Spielerin würfelt Intelligenz + Medizin gegen 6. Die Leiche löst sich in 5 – Anzahl der gewürfelten Erfolge Runden auf. Diese Asche ist mit

profanen Mitteln nicht wiederzuerkennen, doch Einsatz von übernatürlichen Kräften mag die Identität der einstmaligen Leiche enthüllen können. Bei einem Patzer fault der Körper, zerfällt jedoch nicht. Der Vampir kann Asche zu Asche nicht noch einmal auf diese Leiche anwenden.

•• Leichenstarre

Mit dieser Kraft kann der Nekromant ein Ziel steif und starr wie eine Leiche werden lassen. Ein von Leichenstarre betroffenes Ziel kann sich nur mit schierer Willensanstrengung bewegen, da seine eigenen Muskeln sich unkontrolliert zusammenziehen und es an Ort und Stelle festhalten.

System: Der Spieler gibt 1 Willenskraftpunkt aus und würfelt Intelligenz + Medizin gegen 7. Jeder Erfolg hält das Ziel für eine Runde an Ort und Stelle fest. Das Ziel muss sichtbar sein und sich innerhalb von 25 m befinden. Ein festgesetztes Ziel kann sich nicht bewegen oder Blutpunkte ausgeben, doch es kann Kräfte der Wahrnehmung wie Geschärfte Sinne einsetzen. Kainskinder können körperliche Handlungen mit einem Abzug gleich den vom Nekromanten gewürfelten Erfolgen ausführen.

••• Umarmung der Aschenmaid

Die Umarmung der Aschenmaid lässt ein Glied des Ziels altern, austrocknen und verschrumpeln wie Trauben, die zu lange an der Rebe hingen. Sehnen reißen, während Muskeln sich verkürzen und atrophieren. Die Haut fällt ein und bleicht aus, ist dann dünn wie Papier und straff über den nun brüchigen Knochen gespannt. Augen trüben sich und zerfallen zu Staub. Knorpel verschwindet fast völlig. Die Lippen und das Zahnfleisch ziehen sich zurück, und die Zähne werden wie Kreide.

System: Die Spielerin gibt 1 Willenskraftpunkt aus. Die Vampirin berührt eines der Gliedmaße ihres Opfers (was einen Wurf auf Geschick + Handgemenge erfordert, falls das Opfer versucht, es zu vermeiden). Bei Erfolg erleidet das Ziel 2 Stufen schwer heilbaren Schadens. Falls das Ziel nicht beide Wunden absorbiert (z. B. mit Seelenstärke), ist das betroffene Glied verkrüppelt, bis beide Wunden geheilt sind. Kainiten heilen diese Wunden wie jeder andere schwer heilbare Wunde. Sterbliche jedoch haben nicht so viel Glück. Sie werden bis an

MACHT UND LEIDENSCHAFT

D a Geister Kreaturen der Leidenschaft sind, besitzen sie eine metaphysische Verbindung zu den Personen und Dingen, die ihnen etwas bedeuteten. Wenn ein Vampir in der Gegenwart eines physischen Gegenstands oder einer Person ist, die für einen Geist eine starke Bedeutung haben (wie etwa der Galgen, an dem sie hingen, das Haus, das sie zu Lebzeiten mit eigenen Händen gebaut haben oder ein geliebter Verwandter), sinkt die Schwierigkeit, einen Geist zu beschwören, um 2.

ihr Lebensende verkrüppelt sein, wenn sie nicht auf übernatürlichem Wege geheilt werden. Der davon betroffene Sterbliche mag Trost aus dem Wissen schöpfen, dass ein verkrüppeltes Glied nicht weiter verfallen (d. h. brandig werden oder sich infizieren) wird. Die Wirkung der Umarmung der Aschenmaid hängt davon ab, welches Körperteil als Ziel gewählt wurde. Verkrüppelte Gliedmaßen können nicht von Stärke profitieren. Verkrüppelte Arme können nichts tragen, das schwerer ist als etwa 250 g. Ein Charakter mit einem verkrüppelten Bein wird langsam hinken und dabei sein Bein nachziehen, was ihm die Schwäche Seltsamer Gang einbringt (s. S. 423). Wenn eine Nekromantin sich entschließt, das Gesicht als Ziel zu wählen, kann sie sich dafür entscheiden, die Kraft entweder auf die Augen, die Ohren oder den Mund zu wirken. Jeder erfolgreiche Angriff im Gesicht wird das Erscheinungsbild des Ziels für jede erlittene Wunde um 1 reduzieren, mit zusätzlichen Effekten abhängig davon, welcher Teil als Ziel gewählt wurde. Ein einzelnes verkümmertes Auge oder Ohr bringt +1 auf die Schwierigkeit aller relevanten Wahrnehmungswürfe. Beide Auge oder Ohren zu verlieren bringt die Schwäche Eingeschränkter Sinn ein (s. S. 423). Eine dahingewelkte Zunge wird das Opfer stumm machen (s. S. 423).

•••• Gabe der Melancholie

Diese Kraft schlägt Sterbliche und Kainskinder gleichermaßen mit einer ansteckenden Krankheit. Beide sind von einer Seuche befallen, die Schwindel, Schwäche, Unwohlsein und Übelkeit hervorruft. Die Krankheit ist unter Sterblichen, die sie durch bloße Nähe aufeinander übertragen können, höchst ansteckend. Ein Vampir muss entweder direkt Ziel der Kraft werden oder von einem infizierten Sterblichen trinken, um sie sich einzufangen. Ein infizierter Vampir wird die Plage aber an jeden weitertragen, von dem er trinkt, bis er geheilt wird.

System: Die Spielerin wählt ein Ziel innerhalb von 20 m und im Sichtfeld des Charakters. Sie würfelt Intelligenz + Medizin (Schwierigkeit 6) und gibt 1 Willenskraftpunkt aus. Der Verteidiger muss Widerstandsfähigkeit + Seelenstärke (so vorhanden) gegen eine Schwierigkeit gleich der Willenskraft der Angreiferin würfeln. Wenn das Opfer weniger Erfolge als die Angreiferin würfelt, erliegt es der Krankheit. Sie hat folgende Auswirkungen: Körperkraft und Geistesschärfe sind halbiert (abrunden). Geschick ist um 1 Punkt verringert. Kainitische Opfer müssen 1 zusätzlichen Blutpunkt ausgeben, um jeden Abend zu erwachen. Sterbliche erleiden 1 Stufe tödlichen Schadens pro Tag. Kainitische Opfer müssen jedes Mal, wenn sie trinken, auf Selbstbeherrschung oder Instinkt würfeln (Schwierigkeit 8). Bei einem Scheitern würgt der Vampir das gerade eingenommene Blut in schrecklich anzuschauenden blutigen Schwallen hervor, was ihn alle positiven Effekte kostet, die das Trinken ihm gebracht hätte. Menschen erbrechen den Inhalt ihrer Mägen, ohne einen Wurf auf Widerstandsfähigkeit zu erhalten. Einmal pro Tag zum Sonnenuntergang kann ein Opfer versuchen, die Plage mit einem Wurf auf Widerstandsfähigkeit

abzuschütteln. Die Schwierigkeit entspricht 10 – Anzahl an Tagen, die seit ihrer Ansteckung verstrichen sind.

••••• Staub zu Staub

Wie Asche zu Asche auf Leichen, so wirkt Staub zu Staub auf die Körper von Vampiren. Staub zu Staub erlaubt einer Nekromantin, einen anderen Vampiren zu einem Häuflein Asche zu reduzieren, als ob er ins Sonnenlicht geraten oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt wäre.

System: Die Nekromantin schneidet ihre eigene Haut auf und gibt 2 Blut- sowie 1 Willenskraftpunkt aus. Sie tropft das Blut auf ein einzelnes kainitisches Ziel. Die Vampirin muss sich in Berührungsdistanz zum Ziel befinden. Das Blut kann nicht über mehr als Armeslänge geschleudert werden. Die Spielerin legt einen Willenskraftwurf mit einer Schwierigkeit der Widerstandsfähigkeit des Ziels + 3 ab. Pro Erfolg erleidet das Ziel 1 schwer heilbare Wunde. Alles untote Fleisch, das durch diese Kraft Schaden erleidet, zerfällt zu Staub. Für je 2 Gesundheitsstufen Schaden, die beim Opfer angerichtet wurden, kann die Spielerin ein Körperteil als Ziel auswählen und es wie bei Umarmung der Aschenmaid zerstören. Körperteile regenerieren sich, wenn der mit der Wunde assoziierte schwer heilbare Schaden geheilt wurde.

Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 168–170

Die Zeit verändert alles Sterbliche – aus dieser Beobachtung leitet sich dieser Pfad ab. Steine brechen, und ein Leichnam verrottet, und diese Tatsache übte auf die als Kappadozianer bekannten verlorenen Kainiten großen Zauber aus. Der Prozess des Zerfalls wirkt in den Augen der Untoten wie eine faszinierende Krankheit, der alles und jeder zum Opfer fällt – außer ihnen selbst. Durch diesen Pfad lernt jemand, der Nekromantie praktiziert, diese Zerfallskraft in gewisse Richtungen zu lenken.

• Zerstörung der sterblichen Hülle

Kainiten, die ihre Opfer töten, statt nur von ihnen zu trinken, müssen sich bisweilen rasch und unauffällig einer Leiche entledigen. Nun gibt es zwar viele Mittel und Wege, eine Leiche verschwinden zu lassen – man kann sie einer hungrigen Hundemeute vorwerfen oder sie mit Steinen beschweren und in einem Fluss versenken –, aber viele dieser Methoden sind für den betreffenden Kainiten selbst nicht ungefährlich, und außerdem kann niemand garantieren, dass sie auch wirklich funktionieren. Zerstörung der sterblichen Hülle dagegen ist narrensicher. Mit dieser Fähigkeit verwandelt man die Leiche eines Menschen in einen circa 13 Kilo schweren Haufen Staub, der ungefähr die Größe und die Form des Körpers hat, der er einst war.

System: Der Spieler setzt 1 Blutpunkt ein, denn der Charakter lässt Vitæ auf die Leiche tropfen. Er würfelt dann Intelligenz + Medizin (Schwierigkeit 6) und braucht nur 1 Erfolg, dann zerfällt die Leiche zu Staub. Man ziehe von der Zahl 5 die Anzahl der Erfolge ab und errechne so, wie viele Runden dieser Prozess benötigt.

•• Leichenstarre

Eine der ersten Veränderungen, die ein Leichnam erfährt, ist die Erstarrung; die Leiche wird steif wie ein Brett, erstarrt in einer letzten Pose. Ein Kainit, der Leichenstarre verhängen kann, bringt einen lebenden oder untoten Leib an eben diesen Punkt der Erstarrung, indem er seinen Willen und seine Kenntnis über die Kräfte des Zerfalls einsetzt. Er zwingt seine Zielperson dazu, steif zu werden; das Opfer kann sich nur noch unter Aufbietung äußerster Willenskraft bewegen, denn seine eigenen Muskeln lassen es im Stich.

System: Der Spieler setzt 1 Punkt Willenskraft ein und würfelt Intelligenz + Medizin (Schwierigkeit 7). Jeder Erfolg nagelt das Opfer 1 Runde lang fest. Ein Scheitern bedeutet lediglich, dass man den Punkt Willenskraft verloren hat, und ein Patzer immunisiert das Opfer 24 Stunden lang gegen Versuche, den Pfad des Verfalls gegen es einzusetzen. Damit diese Gabe greifen kann, muss die Zielperson sichtbar und darf nicht weiter als 25 m entfernt sein. Ein erstarrtes Opfer wird behandelt, als sei es gepfählt (s. S. 280). Mit 2 Erfolgen bei einem Willenskraftwurf (Schwierigkeit 7) kann das Opfer, wenn es an der Reihe ist, aus der Erstarrung ausbrechen. Ein Scheitern bei diesem Wurf verursacht l Stufe Schlagschaden und bedeutet, dass das Opfer eine weitere Runde starr bleibt.

••• Verdorren

Verdorren erinnert an bestimmte Mächte des Fleischformens; mit Hilfe dieser Kraft kann ein Vampir ein Glied seines Gegners verkrüppeln. Ob der Gegner lebt oder untot ist, die Muskeln schrumpeln, Haut löst sich, Knochen werden brüchig. In diesem verkrüppelten Körperteil hat das Opfer quasi keine Kraft mehr. Die Verletzung heilt bei Kainiten viel langsamer als gewöhnliche Verletzungen, bei Sterblichen heilt sie nie.

Verdorren muss man nicht auf eines der Gliedmaßen anwenden, obwohl es eigentlich dafür gedacht ist. Man kann es auch einfach gegen Antlitz und Haare des Gegners einsetzen und ihn dadurch weit älter erscheinen lassen, als er ist. Gegen ein Ohr oder Auge des Gegners eingesetzt tötet Verdorren die Empfindungen in diesem Sinnesorgan ab (und muss deshalb je zweimal angewandt werden, um jemanden dauerhaft zu blenden oder ertauben zu lassen). Mit Verdorren kann man niemanden „auf der Stelle“ töten – Nekromanten können lebenswichtige Organe nicht verwelken lassen –, aber

man kann einem Feind viele sehr verschiedenartige Verletzungen zufügen.

System: Der Spieler setzt 1 Punkt Willenskraft ein. Der Charakter sucht sich einen Körperteil des Ziels aus und berührt diesen. Geht die Zielperson einer Berührung aus dem Weg, so würfelt der Spieler Geschick + Handgemenge, um wie gewöhnlich zuzuschlagen. Wenn es dem Charakter gelingt, das Glied, das er ausgesucht hatte, zu berühren, muss die Zielperson 2 Stufen schwer heilbaren Schadens hinnehmen. Wenn das Opfer diese beiden Wunden nicht (durch Seelenstärke) absorbiert, bleibt das betroffene Glied solange verkrüppelt und nutzlos, bis beide Wunden verheilt sind. Kainskinder heilen die Wunden, wie sie es mit jeder schwer heilbaren Wunde tun würden (s. S. 285).

Sterbliche sind nicht in der Lage, schwer heilbare Wunden zu heilen und leiden so Zeit ihres Lebens, es sei denn, sie würden mit übernatürlichen Mitteln geheilt. Ein verwittertes Glied zerfällt allerdings nicht noch weiter, auch nicht bei Sterblichen. Der Charakter ist vielleicht sein Leben lang verkrüppelt, das Glied entzündet sich aber nicht, und es entsteht kein Wundbrand.

Die Folgen des Verdorrens richten sich danach, welcher Körperteil betroffen ist. Ein verkrüppelter Arm hat Körperkraft 0 und kann nicht schwerer tragen als ca. 200 Gramm. Ein Charakter mit einem verkrüppelten Bein hüpft unbeholfen oder zieht das Bein nach und ist nicht sehr schnell. Er leidet unter den Folgen der Schwäche Lähmung (s. S. 482). Ein verdorrtes Auge oder Ohr verursacht eine um 1 höhere Schwierigkeit bei relevanten Wahrnehmungswürfen.

Beide Augen oder Ohren zu verlieren bedeutet, die Folgen der Schwächen Blindheit oder Taubheit (s. S. 483) zu erleiden. Eine verdorrte Zunge zieht die Folgen der Schwäche Stummheit nach sich (s. S. 483), und ein verdorrtes Antlitz senkt den Wert des Ziels bei Erscheinungsbild für jede schwer heilbare Wunde, die das Opfer empfing, um 1.

•••• Verderbnis des untoten Fleisches

Bei dieser Fähigkeit verschwimmen die Grenzen zwischen Leben und Untod, denn sie verwandelt ein untotes Geschöpf in etwas, das lebendig genug ist, um Krankheiten weiterzugeben und unter ihnen zu leiden. Die Krankheit beeinträchtigt die Zielperson wirklich, sie leidet unter Lethargie, Schwindelanfällen, Unbeholfenheit und der Unfähigkeit, Blut bei sich zu behalten. Diese schädlichen Zustände sind sehr ansteckend, besonders für Sterbliche. Sie brauchen sich nur ein paar Stunden in der Nähe des Opfers aufzuhalten, um ebenfalls zu erkranken. Bei Kainiten dauert dies länger, sie stecken sich nur an, wenn sie das Blut des Kranken zu sich nehmen; aber danach leiden sie ebenso wie das ursprüngliche Opfer der Disziplin, und auch sie geben die Krankheit, die

jeweils nach ungefähr einer Woche ausgestanden ist, an andere weiter.

System: Der Spieler sucht sich ein Ziel in Sichtweite seines Charakters und nicht mehr als 20 m von ihm entfernt. Er würfelt Intelligenz + Medizin (Schwierigkeit 6) und setzt 1 Punkt Willenskraft ein.

Der Spieler des Opfers muss Widerstandsfähigkeit (+Seelenstärke, wenn es welche hat) gegen eine Schwierigkeit in Höhe der Willenskraft des Angreifers würfeln. Wenn der Anwender mehr Erfolge erwürfelt als das Opfer, erkrankt es sofort an der ansteckenden Krankheit. Das hat Folgen:

  • Körperkraft und Geistesschärfe des Opfers sind halbiert (abrunden).
  • Das Opfer verliert 1 Punkt Geschick.
  • Der Spieler des Opfers muss jeden Abend l zusätzlichen Blutpunkt ausgeben, damit der Vampir aus seinem eher einer Bewusstlosigkeit ähnelnden Schlummer erwacht. Sterbliche verlieren stattdessen pro Tag 1 Gesundheitsstufe.
  • Der Spieler des Opfers muss jedes Mal, wenn das Opfer getrunken hat, Selbstbeherrschung oder Instinkt würfeln (Schwierigkeit 8). Bei einem Scheitern kann der Vampir das gerade konsumierte Blut nicht bei sich behalten, erbricht es geronnen in riesigen Strömen, und alle Kraft, die er aus dem Blut hat schöpfen können, versiegt sofort wieder. Menschen erbrechen Nahrung.

Jeden Abend bei Sonnenuntergang erhält das Opfer die Chance, die Krankheit abzuschütteln. Der Spieler des Opfers würfelt Widerstandskraft mit einer Schwierigkeit, die sich ergibt, wenn man von der Zahl 10 die Anzahl der Sonnenuntergänge seit Ausbruch der Krankheit abzieht.

Mit einem erfolgreichen Wurf bringt der betroffene Charakter die Krankheit zum Stillstand und beginnt, sich zu erholen. Er kann sofort wieder Blut vertragen und bekommt stündlich 1 Punkt von seinen Attributen zurück, bis sie alle wieder auf dem vorherigen Stand sind.

••••• Auflösung des Fleisches

Hier schließt sich der Kreis dieser Disziplin, hier haben wir die Fähigkeit Zerstörung der sterblichen Hülle, aber auf Vampire angewandt. Mit dieser Fähigkeit kann ein Nekromant versuchen, Vampirfleisch zu Staub oder Asche zerfallen zu lassen, als sei das Opfer verbrannt oder habe sich draußen an der Sonne aufgehalten.

System: Der Spieler setzt 2 Blutpunkte und 1 Punkt Willenskraft ein, und sein Vampir entnimmt sich selbst einen Teil seiner Vitæ, die mit den Kräften des Grabes angereichert ist. Wenn er es schafft, mit diesem Blut innerhalb der nächsten Spielrunden ein einziges kainitisches Opfer zu benetzen (es muss schon ein Großteil des Blutes auch auf dem Opfer landen, es reicht nicht, ein paar Tröpfchen zu verspritzen), zerfallen große Teile des Körpers des Opfers zu Asche. Der Spieler würfelt Willenskraft gegen Widerstandsfähigkeit des Opfers + 3. Jeder Erfolg fügt dem Opfer 1 schwer heilbare Wunde zu.

Das untote Fleisch, das durch diese Kraft Schaden nimmt, verwandelt sich in Staub (und ist erst einmal verschwunden), und sollte das Opfer überleben, muss es seinen Körper mühsam rekonstruieren. Dieser Staub hat zudem zweifellos mystische Kräfte, die verschiedene Hexer unter Umständen zu ihrem Vorteil nutzen können. Jede Wunde, die dem Opfer mit dieser Fähigkeit zugefügt wird, bedeutet den Verlust von rund einem Achtel seines Gewichts; der Erzähler bestimmt, welche Körperteile verloren gehen. (Man kann auch überall am Körper Teile verlieren und dann etwas magerer wirken.)

Die Regeneration von Körperteilen erfolgt von allein, indem man die schwer heilbaren Wunden in der dafür vorgesehen Zeit heilt (s. S. 285).