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Dantes Großstadtlegende

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 27

Stufe 3

Menschen teilen gerne moderne Mythen. Diese zweifelhaften Geschichten moderner Folklore sind nur bedingt glaubwürdig, doch etwas an den Geschichten sorgt dafür, dass sie von Gemeinschaften gepflegt und über Generationen bewahrt werden. Indem der Thaumaturg an dieser Macht der Geschichten anknüpft, kann er eine physisch manifestierte moderne Legende erschaffen, die Besucher davon abhält, bestimmte Häuser oder Orte aufzusuchen.

Der Anwender stellt eine berühmte Großstadtlegende an dem Ort nach, den er zu schützen wünscht. Daraufhin entstehen in der Gemeinde Geschichten, die dem Freund eines Freundes passiert sind und die den Schrecken aufgreifen, der an jenem Ort erlebt wurde, so wie die Legende über eine Gruppe Jugendlicher, denen vom Mann mit der Hakenhand aufgelauert wurde und denen, nachdem sie aus einer Narkose erwachten, eine Nieren fehlte. Übermäßig exzessiver Nutzen dieser Kraft könnte die Aufmerksamkeit von Jägern oder bösartigen übernatürlichen Kreaturen auf sich ziehen, sodass dieses Ritual mit Vorsicht eingesetzt werden sollte.

Es gibt Stimmen, die dieses Ritual für einen Bruch der Maskerade halten, da es den Glauben an das Übernatürliche befeuert. Auf der anderen Seite behaupten jene, die Dantes Großstadtlegende einsetzen, dass es die Maskerade schützt, indem es Sterbliche von Orten fernhält, wo sie nichts zu suchen haben und damit die Tradition der Domäne bewahrt. Einige Prinzen, die dieses Ritual kennen, haben seinen Einsatz in ihren Domänen eingeschränkt.

System: Der Anwender muss genau die moderne Legende nachstellen, die er von dem Ort ausgehend erzählt haben möchte. Beispielsweise müsste er dafür einige Nieren von betrunkenen Sterblichen stehlen oder eine Gruppe Jugendlicher mit einem Haken töten. Danach muss er auf jedem Eingang des Hauses oder Zugang zum Ort einen Blutpunkt vergießen.

Normalerweise suchen Thaumaturgen sich Geschichten aus, die andere nicht an Vampire erinnern. Einige wirken dieses Ritual auch mal auf das Grundstück ihres Rivalen, nur um ihren Standpunkt deutlich zu machen. Sobald das Ritual in Kraft tritt, machen Gerüchte unter Sterblichen die Runde, dass das Haus verflucht sei oder heimgesucht würde, weshalb es von jedem mit gesundem Menschenverstand gemieden werden sollte. Die Grundstückspreise um das „Geisterhaus“ sacken ab, da Nachbarn wegziehen, um nicht in direkter Nachbarschaft zu diesem Haus leben zu müssen, das ihnen Albträume bereitet.

Diese Sterblichen glauben rational nicht an Übernatürliches, doch sie fühlen sich beim Gedanken an den durch das Ritual geschützten Ort beunruhigt und versuchen, ihn zu meiden. Sterbliche mit starkem Willen könnten Neugierde empfinden und für den Versuch, das Gebäude oder das Gelände zu betreten, einen Willenskraftwurf (Schwierigkeit 8) ablegen, wobei ein Scheitern bedeutet, dass sie sich eine Ausrede ausdenken, um nicht hineingehen zu müssen. Das Ritual hält ein Jahrzehnt an, zuzüglich einem Jahr pro Erfolg beim Aktivierungswurf.