Xipe Totecs Ritual
Nekromantie · Nekromantie
Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 179
Stufe 4
Um das Ritual durchzuführen, entfernt das Kainskind die Epidermis seines Opfers mit einem Obsidiandolch. Dabei achtet es besonders darauf, die Haut so wenig wie möglich zu beschädigen. Das Opfer muss das Hautabziehen überleben (kann aber kurz nach dem Ritual verbluten, wenn man es nicht ordentlich versorgt). Dann lässt das Kainskind das Blut seines Opfers in eine große, goldene Zeremonienschale laufen. Darin wird das Blut mit Octli, Fuchsschwanz und anderen Zutaten vermengt. Das Kainskind legt dann die Haut seines Opfers an, die bei einem erfolgreichen Wurf die Vitæ des Kainskindes absorbiert und zu heilen beginnt. Selbstverständlich muss das Opfer von ähnlicher Statur sein, sonst wird sein Aussehen verzerrt und die Verkleidung völlig nutzlos. Außerdem wirkt diese Kraft nicht auf übernatürliche Kreaturen (außer Ghule).
Für das bloße Auge ist die Tarnung nicht zu durchschauen. Sie vermittelt aber kein Wissen über die Kenntnisse oder das Verhalten des Opfers und kann den untoten Zustand des Kainskindes nicht verstecken. Deshalb funktioniert sie am besten, wenn man den Kontakt mit Freunden oder Verwandten des Opfers so gering wie möglich hält. Um die Haut in gutem Zustand zu halten, muss das Kainskind sie jede Nacht in Vitæ baden. Die erforderliche Menge entspricht 1 Blutpunkt. Wenn der Nekromant die Haut ablegt (was eine Stufe nicht absorbierbaren tödlichen Schadens anrichtet und mit demselben Messer geschehen muss, mit dem er das Opfer gehäutet hat), geht sie dabei kaputt.