Den Brunnen des Lebens trockenlegen
Nekromantie · Nekromantie
Blutriten · S. 93–94
Stufe 2
Viele Nekromanten halten sich Todesalben als persönliche Diener. Ob sie mit eiserner Faust über sie gebieten oder mit dem Samthandschuh, es ändert nichts an der Tatsache, dass Todesalben sich nähren müssen, so wie auch Kainskinder. Im Gegensatz zum bluttrinkenden Kainskind, ernähren sich Todesalben aber von Emotionen. Ob er es nun als praktisches Werkzeug zur Kräftigung seiner Diener oder als Belohnung für ihre loyalen Dienste einsetzt, indem der Nekromant dieses Ritual wirkt, können die Todesalben in seinem Dienste am Trinken ihres Meisters teilhaben, indem sie sich von der Welle der Emotionen nähren, die der Kuss auslöst.
Der Nekromant versammelt seine Todesalben-Diener und Geistersklaven um das vorgesehene Opfer und ritzt dann die Namen seiner geisterhaften Diener in dessen Fleisch. Sobald dies getan ist, trinkt er das Opfer aus. Bei einigen Nekromanten (den Giovanni und den Nagaraja beispielsweise) löst der Akt des Trinkens keine Erregung beim Opfer aus und es erleidet stattdessen tiefste Schmerzen. Bei anderen funktioniert der Kuss wie immer und löst eine Welle der Euphorie aus. Hierbei geht es lediglich um die Intensität der Empfindungen, nicht darum, ob sie als positiv oder negativ empfunden werden – für Todesalben ist beides dasselbe. Angst und Schrecken oder Euphorie nähren sie gleichermaßen.
System: Mit der erfolgreichen Ausführung des Rituals erhält der Nekromant alle Blutpunkte, die er durch normales Trinken vom Opfer erhalten würde und jeder seiner geisterhaften Begleiter kann seinen Leidenschaftsvorrat um dieselbe Menge auffüllen (Überschüsse werden ignoriert, siehe V20, S. 385). Dies ist ein ultimativer Akt des Mordes und sollte daher einen Wurf auf Menschlichkeit zur Folge haben. Aus diesem Grund wird das Ritual häufiger von Nekromanten genutzt, die auf einem der Pfade der Erleuchtung wandeln (wie z. B. dem Pfad der Knochen), dem ein solcher begangener Akt nicht widerspricht.