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Sadhana

Sadhana · Setitenhexerei

Sadhana
Blutriten · S. 79

Bei ihrer Ankunft in Indien fanden die Jünger des Seth Elemente des Hinduismus vor, die sie ausnutzen konnten, um Kainskinder für ihre Sache zu rekrutieren. Anwender von Sadhana (auch Sadhus, S. 165) entstammen vor allem der Setiten-Blutlinie, bekannt als Daitya. Diese Setiten glauben an Shiva, die vom Gott Rudra abgeleitet ist und somit als Maske des Seth identifiziert wurde. Die indischen Setiten glauben selbst, sie seien fleischgewordene Dämonen und sehen ihre Aufgabe darin, die Götter zu stürzen und deren Macht für sich selbst zu beanspruchen.

Sadhana ist die Herrschaft des Geistes über die Materie. Obwohl man anführen könnte, dass ihre Kräfte aus ihrem Inneren stammen und nicht vom Dunklen Gott kanalisiert werden, verleiht ihnen ihre Verehrung Shivas den Fokus, um diese Kräfte zu lenken. Es heißt, dass sie sich ohne diesen Fokus einfach in der Meditation verlieren würden. Ohne Shiva hätten sie keine Macht und somit ist alles am Ende wieder auf den Dunklen Gott zurückzuführen.

Angesichts des Fokus auf die Macht über den Geist, manifestieren sich die Kräfte dieser Schule eher durch „psychische“ Pfade der Thaumaturgie (Bewegung durch den Geist, Pfad der Anrufungen, etc.), doch die Art, wie sie beschworen werden, ist gänzlich unterschiedlich. Gemäß ihrer Doktrin ist die materielle Welt eine Illusion (und somit lediglich eine weitere, von den Äonen installierte Barriere auf dem Weg zur Gottwerdung). Durch die reine Kraft seines Willens kann der Sadhu die kosmische Illusion manipulieren, um magische Dinge geschehen zu lassen.

Gemäß den Lehren des Karma verlangt jede Tat eine gleichwertige und gegensätzliche Kompensation, sodass die Rituale des Sadhana ein Opfer benötigen, ehe eine Belohnung empfangen werden kann. Blutopfer werden in ein zeremonielles Feuer gegeben, dem der Sadhu sich stellen muss. Einige Anhänger anderer Schulen sehen in diesem Akt einen Grund zur Sorge und argumentieren, dass diese Art des Praktizierens nicht im Einklang mit den Künsten des Clans stehe (die tiefsitzende Aversion der Setiten gegen Licht und Feuer zugrundelegend). Andere dagegen behaupten, dass eine solche Schwäche lediglich eine weitere Barriere darstellt, die im ewigen Kampf um die Gottwerdung überwunden werden sollte. Nur weil die anderen Schulen sich nicht aktiv widersetzen und diese bestimmte Angewohnheit nicht teilen, bedeutet dies aber trotzdem nicht, dass dies im theologischen Widerspruch zur Ideologie anderer Arten der Setitenhexerei steht.