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Rutors Hände

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 150

Stufe 3

Die Erschaffung von Leben, so verdreht und obszön es sein mag, war schon immer ein Ziel der Thaumaturgen. Während Gargyle und Homunculi schon zu den besser bekannten durch Thaumaturgie erschaffenen Kreaturen gehören, sind Rutors Hände eine eher obskure und verstörendere Kreation. Verfügt ein Thaumaturg über ausreichend Willenskraft, kann er sein eigenes Auge herauspulen, es auf eine seiner abgetrennten Hände setzen und haucht dem ganzen Ding als huschendem, bösartigem Spion Leben ein. Das Auge ruht auf dem Handrücken und dreht sich darauf umher, um sein Umfeld wahrzunehmen, während die Hand wie eine vertrocknete Spinne umherwuselt. Das Konstrukt gehorcht dem Willen des Eigentümers und kann alles, was es sieht oder hört an seinen Meister weiterleiten (selbst wenn es über keine Ohren verfügt), wie der Thaumaturg es wünscht.

System: Für die Durchführung des Rituals muss der Thaumaturg sich eine Hand abtrennen und sich am Ende des Rituals ein Auge extrahieren. Dies führt zu fünf Stufen nicht-absorbierbarem, schwer heilbarem Schaden. Ist der Schaden geheilt, regeneriert der Tremere die Hand und das Auge, wobei der grässliche Homunkulus weiter umherstreift. Wenn es der Erzähler für notwendig erachtet, benötigt dieses Ritual zudem einen Wurf auf Willenskraft, allein schon, um das schmerzhafte Finale zu Ende zu bringen. Die lebendige Hand verfügt über eine Gesundheitsstufe und bewegt sich mit einem Äquivalent von zwei Punkten in jedem körperlichen Attribut sowie Wahrnehmung (siehe S. 108). Der Anwender lenkt die Bewegungen des Dings mit seinem Willen (selbstverständlich nur, solange der Thaumaturg sich bei Bewusstsein befindet). Die Hand benötigt einen Blutpunkt pro Woche oder sie zerfällt zu Asche. Wird die Hand dem Sonnenlicht oder Feuer ausgesetzt, verschwindet sie ebenfalls in einem grässlichen Schrei und hinterlässt lediglich eine faulige Pfütze.