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Ritual des rauchenden Spiegels

Nekromantie · Nekromantie

Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 175

Stufe 1

Dieses Ritual gestattet dem Nekromanten, durch einen Spiegel aus Obsidian zu sehen wie Geister. Wenn der Vampir in die dunklen Tiefen des Spiegels blickt, kann er die Fehler eines Objektes erkennen, die Gesundheit von Sterblichen einschätzen oder sogar die Aura einer Person lesen.

Zu Beginn des Rituals entscheidet das Kainskind, ob es Lebens- oder Todessicht einsetzen will. Es darf nicht beide gleichzeitig einsetzen. Mit Lebenssicht kann der Nekromant Auren lesen, als besäße er Auspex 2. Todessicht verleiht dem Nekromanten die Fähigkeit, Todesalben und die Schattenlande zu sehen. Außerdem zeigt sie das Mal des Vergessens auf lebenden Menschen wie bei Augen der Toten (s. S. 172). Wenn der Erzähler es erlaubt, kann das Kainskind auch ein unbelebtes Objekt auf Fehler untersuchen und herausfinden, wie man es reparieren könnte, falls das betreffende Objekt eine starke Verbindung zu Energien des Lebens oder des Todes hat (wie etwa das Messer eines Mörders oder ein Balkonkasten mit Heilpflanzen).

Um das Ritual durchzuführen, ergreift der Nekromant einen Obsidianspiegel mit geschliffenen Rändern, die in das Fleisch jeder Person schneiden, die ihn festhält. Die über den Spiegel rinnende Vitæ gibt diesem die Kraft, die Grenzlinie zwischen der Welt der Lebenden und der Toten zu überwinden. Danach würfelt der Spieler ganz normal, um das Ritual zu aktivieren. Bei Erfolg darf der Nekromant die Welt eine Szene lang durch den Spiegel sehen wie ein Todesalb. Bei einem Patzer könnte es sein, dass der Vampir den Zorn der Geister erregt, deren Macht er beschworen hat.