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Konservierung

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 24–25

Stufe 2

Der Clan der Tremere hat seit dem frühesten Altertum Weisheiten und Geschichten gesammelt und sie bisher mit seiner sterblichen Magie erhalten und geschützt. Doch diese Magie beginnt nun zu versagen. Tausend Jahre okkulten Wissens liefen Gefahr, innerhalb weniger Jahrzehnte verloren zu gehen, wenn keine Lösung gefunden werden würde. Ein engagierter Tremere-Lehrling erinnerte sich an

Konservierungstechniken von Mönchen und kreuzte diese mit von den Assamiten gestohlenem Wissen, um ein Ritual zu erschaffen, mit dem Gildenhäuser ihre Forschungen bewahren konnten.

Nachdem ihre wertvollen Bibliotheken geschützt waren, stellten die Tremere fest, dass dieses Ritual auch zum politischen Vorteil genutzt werden konnte. Ventrue zahlten bereitwillig mit Gefallen, um sicherzustellen, dass ihre eigenen geheimen Dokumente und Verträge für die Zukunft geschützt waren. Als sich erst herausgestellt hatte, dass dieses Ritual auch anderweitigen Nutzen finden konnte, schrien die Toreador auf, damit ihre kostbaren Gemälde, Skulpturen und seltenen Erstausgaben von Gedichten und Symphonien geschützt wurden.

Es gibt Gerüchte, dass das berühmte Turiner Grabtuch und einige andere versteckte Reliquien der Kirche ebenfalls mit diesem Ritual bewahrt werden. Einige der Gläubigen unter den Jüngern des Seth beharren darauf, dass der Sarkophag von Tutanchamun durch den Willen Seths konserviert bleibt, doch viele vermuten, dass ein älteres (und weit mächtigeres Ritual) dieser Art darauf gewirkt wurde.

System: Konservierung erlaubt es dem Thaumaturgen, einen Gegenstand vor den Auswirkungen des Alterns und der Abnutzung zu bewahren. Der Thaumaturg reibt den Gegenstand leicht mit einem Blutpunkt ein, während er über eine Nacht lang die korrekten Beschwörungsformeln singt. Jeder Erfolg bei der Aktivierung konserviert den Gegenstand magisch für ein weiteres Jahrzehnt. Der konservierte Gegenstand bleibt so lange geschützt, bis das Ritual abklingt. Das Ritual erschafft keine analog-magische Verbindung zum Thaumaturgen, da das Blut, das eingesetzt wird, um das Ritual durchzuführen, vollständig vom Gegenstand absorbiert wird.

Das Ritual war in erster Linie darauf ausgelegt, Dokumente und Texte zu bewahren, doch ein gewiefter Thaumaturg kann es bei beinahe jedem Gegenstand anwenden, den er in der Hand halten kann. Der Zielgegenstand muss aus bearbeiteten Mineralien oder anderen natürlichen Materialien bestehen, da künstliche Komponenten, wie z. B. Plastik, die Durchführung des Rituals verhindern.

Gegenstände, die geschützt werden können, sind unter anderem, aber nicht ausschließlich: Kunstgegenstände, alte Waffen, Schmuck oder Kleidung. Dieses Ritual macht das Ziel nicht unverwundbar oder auch nur irgendwie resistent gegenüber absichtlichen Versuchen der Beschädigung. Ein altes, römisches Gladius wird beispielsweise scharf und in einem guten Zustand bleiben, doch es wird weiterhin brechen, wenn es zweckentfremdet verwendet wird oder wenn jemand mit ausreichender Stärke versucht, die Klinge zu zerbrechen.