Eiseskälte des Vergessens
Nekromantie · Nekromantie
Vampire: Das Dunkle Zeitalter - Jubiläumsausgabe · S. 297
Stufe 5
Das Ziel dieses mächtigen Rituals ruft die Macht des Vergessens an, des alles verschlingenden Nichts, das dazu bestimmt ist, das Universum zu verheeren. Dadurch gewinnt der Wirker erhebliche Macht über das Feuer. Um dieses Ritual zu wirken, muss die Zielperson entblößt auf der nackten Erde liegen, während ein Eisblock von mindestens der Länge seines Unterarms auf seiner Brust schmilzt. Dies richtet bei Sterblichen 3 Stufen Schlagschaden an. Das Ritual dauert 12 Stunden abzüglich der Anzahl der beim Ritual erzielten Erfolge und bleibt für eine Anzahl von Nächten gleich des Wertes des Nekromanten in Okkultismus wirksam. Eine Zielperson, die von der Eiseskälte des Vergessens durchdrungen ist, fängt nicht leicht Feuer. Der Betroffene erleidet durch Feuer tödlichen statt schwer heilbaren Schaden. Ihm gelingen automatisch alle durch die Gegenwart von Feuer ausgelösten Rötschreckwürfe (nicht jedoch solche aufgrund eines anderen Auslösers, etwa Sonnenlicht). Er kann auch versuchen, Feuer in seinem Blickfeld mit der Kraft seines Willens zu löschen. Dazu würfelt er Willenskraft (Schwierigkeit 9). Jeder Erfolg reduziert die Absorptionsschwierigkeit eines Feuers um 1, und ein Feuer mit einer Absorptionsschwierigkeit von 2 ist effektiv erloschen. Ein Nekromant ruft die Macht des Vergessens nicht achtlos an. Das Vergessen befleckt die Seele der Anwender dieses Rituals und lässt schwarze Adern in ihrer Aura erscheinen, ähnlich wie (doch nicht identisch wie) bei einem Vampir, der die Sünde des Amaranths begangen hat. Der Vampir strahlt außerdem eine spürbare Aura der Kälte und der Stille aus und wird behandelt, als besäße er für die Wirkungsdauer des Rituals die Schwächen Frostige Berührung und Unheimliche Präsenz (s. S. 429). Schließlich lockt der Ruf des Vergessens Spuke an. Da sie ja die ganze Welt in die Leere reißen wollen, könnten sie beschließen, mit dem Nekromanten anzufangen.
Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 180
Stufe 5
Dieses Ritual dauert 12 Stunden (-1 pro Erfolg beim Wurf für das Wirken des Rituals) und erfüllt den Anwender oder ein freiwilliges Opfer mit Grabeskälte. Die Materialkomponente des Rituals ist ein Eiswürfel mit 50 cm Kantenlänge, der auf der Brust des Ziels schmilzt (und dabei Sterblichen 3 Stufen Schlagschaden zufügt). Das Ziel muss das gesamte Ritual über nackt auf der Erde liegen. Wenn das Ritual vollendet ist, wirkt es eine Anzahl von Nächten, die dem Okkultismuswert des Anwenders entspricht.
Für den, den die Eiseskälte des Vergessens erfüllt, wirkt schwer heilbarer Schaden durch Feuer oder hohe Temperaturen wie tödlicher Schaden. Des Weiteren kann er versuchen, mit einem Willenskraftwurf (Schwierigkeit 9) jedes Feuer zu löschen; jeder Erfolg senkt die Absorptionsschwierigkeit des Feuers (S. 296) um 1, und ein Feuer mit einer Absorptionsschwierigkeit von 2 wird zu glimmender Kohle.
Dieses Ritual hat mehrere Nachteile. Zunächst ist die Aura der Zielperson durchzogen von zuckenden schwarzen Schlieren, die denen ähneln, die Diablerie hinterlässt und die ein mit diesem Ritual nicht vertrauter Beobachter durchaus dahingehend missdeuten könnte. Die Zielperson umgibt auch auf Armeslänge eine fast greifbare Aura der Kälte; das kann Sterbliche völlig aus der Ruhe bringen, macht aber keinen Schaden. Spieltechnisch wirkt es wie die Schwächen Frostige Berührung (S. 494) und Unheimliche Präsenz (S. 495). Außerdem lockt der mystische Nimbus des Rituals feindliche Geister an, die das Ziel vielleicht mit abträglichen Aktionen plagen.