Ritus des Wiedererwachens
Riten · Riten
W20 · Grundregelwerk · S. 208
Garou · Stufe 2
Stufe 2 Dieser Ritus feiert die Frühlingstagundnachtgleiche, die Zeit der Wiedergeburt. Der Ritenmeister beginnt den Ritus bei Sonnenuntergang, indem er die versammelten Garou auf eine Queste ins Umbra führt. Eine solche Queste ist manchmal nur symbolisch, aber während die Zeit der Apokalypse immer näher rückt, suchen die Reisenden in den Umbrareichen immer häufiger echte Gefahr – oder werden von ihr gefunden. Die Queste umfasst stets sieben Prüfungen. Diese Prüfungen stehen für die sieben Tore der Unterwelt. Die Prüfungen sind von Stamm zu Stamm grundlegend verschieden, doch die Prüflinge werden immer mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Eine Prüfung könnte beispielsweise darin bestehen, sich einem Plagengeist zu stellen, während eine andere die Suche nach einem im Tiefen Umbra verlorenen Fetisch beinhalten könnte. Bei jeder Prüfung müssen die Teilnehmer etwas aufgeben, sei es ein lieb gewonnener persönlicher Fetisch, ein alter Groll oder falscher Stolz. Wenn die Garou diese Tore hinter sich lassen, können sie die Erde erneuern, die Wintergeister vertreiben und den Weg für die Jahreszeit des Wachstums und des Grünens ebnen. Am Ende des Ritus kehren die Werwölfe in ihre Körper zurück. Zu diesem Zeitpunkt suchen viele Stämme die Nähe von Blutsgeschwistern oder anderen Menschen und Wölfen, um sich wieder an Fleischeslust zu gewöhnen, die unglaublichen Schönheiten des Lebens und die Notwendigkeit seines Fortbestehens in zukünftigen Generationen zu feiern. Es ist kaum überraschend, dass in dieser Nacht ein Großteil der Metiswelpen gezeugt wird. Obwohl derartige Verbindungen immer tabu sind, lässt die intensive Dramatik dieses Ritus solche Bedenken bisweilen in den Hintergrund treten.