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Heiligtum

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 30

Stufe 5

Im 18. Jahrhundert entwickelte ein religiöser Tremere dieses Ritual, mit dem er einen geschützten Ort weihen und anschließend ein bestimmtes Maß dieses Schutzes auf diejenigen ausweiten konnte, die mit ihm dort lebten. Der Thaumaturg, der dieses Ritual wirkt, muss zunächst ein Gebäude finden, das nicht mit Gewalt jeglicher Art befleckt wurde (zumindest nicht in den letzten fünfzig Jahren, wenn es sich um ein älteres Gebäude handelt) und es erwerben. Als nächstes muss er im metaphorischen Zentrum des Gebäudes einen Schrein errichten und alle, die ihn besuchen, müssen den Schrein sehen können. Das genaue Wesen des Schreins hängt vom Glauben des Anwenders ab. Besagter Schrein muss zu keinem religiösen Glauben gehören, doch er muss ein Konzept repräsentieren, auf das der Thaumaturg seinen eigenen Glauben und seine Überzeugung begründet.

Abschließend muss der Thaumaturg das Gebäude mit einem Opfer seines eigenen Blutes und seines Willens über drei Nächte hinweg weihen.

System: Um dieses Ritual zu beenden, muss der Thaumaturg einen permanenten Punkt Willenskraft investieren, um das auserkorene Gebäude am Ende des drei Nächte dauernden Rituals zu weihen. Ist das Ritual abgeschlossen, umhüllt der Schleier des Heiligtums das gesamte Ausmaß des bezauberten Gebäudes. Alle Seelen, lebendig oder andersartig, die nicht explizit vom Anwender eingeladen wurden, können das Gebäude nicht betreten. Darüber hinaus sind alle im Gebäude gegen jeden Einsatz von Tierhaftigkeit, Auspex, Beherrschung, Irrsinn und Präsenz (sowie verwandten Disziplinen, im Ermessen des Erzählers) geschützt. Dennoch hat auch dieser Schutz seinen Preis. Der Schleier des Heiligtums wirkt nur so lange, wie Grund und Boden geweiht bleiben. Jeglicher Akt der Gewalt, der im Inneren des Gebäudes stattfindet, wird es sofort beflecken, sodass es nie wieder von Heiligtum profitieren kann. Sollte das Ritual gebrochen werden, wird der Anwender dies sofort wissen, da der investierte Punkt Willenskraft sofort zu ihm zurückkehrt.

Solange das Gebäude geweiht bleibt, hält die Magie des Rituales ein Jahr pro Erfolg beim Aktivierungswurf an. Danach muss der Hexer entweder den Willenskraftpunkt neu investieren oder dem Heiligtum erlauben, zu verschwinden.