Knochen der Lügen
Thaumaturgie · Thaumaturgie
Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 231
Stufe 4
Dieses Ritual verzaubert den Knochen eines Sterblichen, so dass jeder, der ihn in der Hand hat, die Wahrheit sagen muss. Der betreffende Knochen ist oft ein Schädel, doch tut es jeder Teil des Skeletts – manche Anwender verwenden aufgefädelte Zähne, Halsketten aus Fingerknochen oder Stäbe aus Rippen oder Armknochen. Der Knochen wird schwärzer, wenn er seinen Besitzer zwingt, die Wahrheit zu sagen, bis er ganz ebenholzfarben ist und ihm keine Magie mehr innewohnt.
Dieses Ritual bindet den Geist des Individuums, dem der Knochen zu Lebzeiten gehörte; dieser ringt dem potenziellen Lügner die Wahrheit ab. Der Geist absorbiert die Lügen, die der, der den Knochen hält, äußern will, und je mehr Wahrheit er erzwingt, desto mehr verdirbt es ihn. Wird dieser Geist beschworen, tut er die Sünden kund, die er dem überführten Lügner entrissen hat (und den Zorn darüber, dass man ihn gegen seinen Willen dienstverpflichtet hat). Aus diesem Grunde verwendet man für das Ritual oft anonyme Knochen, die man gemeinhin vergräbt, wenn sie ausgereizt sind. Man kann einen Knochen nie zweimal für dieses Ritual verwenden.
System: Der Knochen, in den die magische Kraft fließt, muss mindestens 200 Jahre alt sein und in der Nacht des Rituals 10 Blutpunkte absorbieren. Jede Lüge, die der, der ihn hält, äußern will, verbraucht 1 dieser Blutpunkte, und unmittelbar danach muss der, der ihn hält, die Wahrheit sagen. Wenn alle 10 Blutpunkte verbraucht sind, endet die Magie des Knochens.