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Flüstern des Geistes

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Blutriten · S. 149

Stufe 2

Die Kommunikation mit der materiellen Welt ist äußerst schwierig, wenn man sich in astraler Form befindet. Astralreisende müssen normalerweise einen Punkt Willenskraft aufwenden, damit sie als geisterhafte Wesen sichtbar werden und kommunizieren können, doch dies kann selbst für die abgehärtetsten Kainskinder eine Herausforderung darstellen. Die Tremere verbrachten Jahrzehnte mit dem Versuch, diesen Tribut einer ihrer primären Disziplinen zu mildern und erschufen schließlich Flüstern des Geistes als einen Weg, um die benötigten Kosten astraler Kommunikation zu umgehen. Ist das Ritual vollendet, kann der Thaumaturg aus seiner psychischen Projektion heraus mit der materiellen Welt kommunizieren. Der Anwender kann sich mit jedem unterhalten, dem er begegnet, doch seine Worte klingen wie ein entferntes Flüstern. Personen, die dieses Säuseln hören, halten es fälschlicherweise häufig für Worte von Geistern oder Seelen. Auf seiner astralen Reise muss der Thaumaturg das Ohr einer noch lebenden Kreatur fest in der linken Hand seines physischen Körpers halten.

System: Der Anwender muss fünfzehn Minuten lang in völliger Stille meditieren. Anschließend muss er das Ohr einer noch lebenden Kreatur abschneiden und dieses Ohr in seiner linken Hand halten, ehe er Astrale Projektion anwendet (V20, S. 132-133 — der Thaumaturg muss über Astrale Projektion verfügen, um dieses Ritual nutzen zu können). Der Thaumaturg kann so in einem geisterhaften Flüstern zur materiellen Welt sprechen. Wenn er gesehen werden möchte, muss er noch immer den Punkt Willenskraft aufwenden, um sich normal zu manifestieren, doch dies beendet das Ritual. Sollte der „Spender“ des Ohrs sterben, endet das Ritual ebenfalls sofort. Wenn die Spende nicht freiwillig erfolgte, könnte dies den Verlust von Moral zur Folge haben.