Blutphiole
Thaumaturgie · Thaumaturgie
Blutriten · S. 147
Stufe 1
Die Jünger des Seth haben schon früher eine archaische Variante dieses Rituals während ihrer religiösen Riten und Anbetungen des Dunklen Gottes verwendet. Die Tremere haben das Ritual vereinfacht, damit sie schnell größere Mengen Blut für unbestimmte Zeit haltbar machen können, ohne etwas davon zu vergeuden. In den heutigen Nächten ist es für Kainskinder nützlich, die nicht über das medizinische Wissen oder Technologien verfügen, um Blut auf alltäglichere Art zu konservieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass es auch bei der Vitae eines Kainskindes funktioniert, ohne das Prinzip der Identität zu beeinträchtigen (S. 132-133). Ein zurückgezogener Thaumaturg kann so das Blut seiner Feinde aufbewahren, um es im richtigen Moment wieder nutzen zu können.
System: Um dieses Ritual vorzubereiten, vergräbt der Thaumaturg ein Tongefäß für zwei Nächte und gräbt es anschließend wieder aus. Am nächsten Abend bröselt er das getrocknete Blatt einer Esche in das Behältnis und flüstert die entsprechende Anrufung. Danach kann er das Blut in das Gefäß geben und den Deckel mit Kerzenwachs versiegeln. Das Blut bleibt auf diese Weise frisch, bis die Versiegelung zerbrochen wird. Nachdem das Gefäß geöffnet wurde, verdirbt das Blut in normaler Geschwindigkeit. Wenn das Gefäß zerbrochen wird, verdirbt das Blut sofort bis zu dem Stadium, in dem es sich befinden würde, wäre es gar nicht konserviert worden. Das Gefäß kann mehrfach verwendet werden, doch das Ritual muss jedes Mal neu gewirkt werden, da das Blut sonst schlecht wird.