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Mal Kains

Vorzüge · Vorzüge

4 Punkte

Blutriten · S. 41

Im Laufe der Geschichte scheinen einige dieser Rituale verloren gegangen zu sein, entweder aufgrund des Todes von Sektenmitgliedern oder weil der Ritus nicht wichtig genug für das Überleben der Sekte in der modernen Welt war. Einer dieser verlorenen Ritae war das Mal Kains, das Schutz gegen Waffen des Glaubens bot. Da der Glaube in den heutigen Zeiten immer weniger wird, wurde der Ritus immer seltener eingesetzt, bis schließlich die Priester, die den Ritus kannten, beinahe ausgestorben sind.

Einige Vampire, die am Ritus von Mal Kains teilgenommen hatten, wurden besonders gesegnet und tragen noch immer das schwache Zeichen der Gunst. Solche Vampire sind immer alt, stammen aus Zeiten vor dem ersten Bürgerkrieg des Sabbat und nahmen einst an diesem Ritual teil, als es ein mächtiger Priester durchführte. Diese Vampire tragen ein kleines, blasses Mal auf der Stirn, das für den hebräischen Buchstaben tav steht.

System: Wer das Mal Kains trägt, erhält eine verdrehte Form von Wahrem Glauben. Sie können die Effekte vom ersten Punkt Wahrer Glaube (V20, S. 372-373) anwenden, dafür müssen sie nur Symbole Kains als „Heilige Symbole“ verwenden. Außerdem erhalten sie +2 Würfel, um sterblichem Wahrem Glauben zu widerstehen. Nur Vampire auf einem Pfad der Erleuchtung können diesen Vorzug wählen; wendet sich ein Kainit der Menschlichkeit zu oder verfällt er dem Wassail, verliert er alle Boni dieses Vorzugs für immer.

Ist dem Konsistorium das Manuskript ausgehändigt worden, debattiert es über den Zweck, die Funktion und die Vorteile des Rituals für die Sekte und hört Priester an, die zur Erhebung des Rituals aussagen wollen (oder die der Meinung sind, es sei es nicht wert). Wenn das Konsistorium einen Ritus zum Auctoritas erheben möchte, bringen sie das Manuskript anschließend zur Regentin. Die Regentin trifft die endgültige Entscheidung, ob ein Ritus erhoben wird oder nicht und informiert die Sekte durch eine öffentliche Kundgebung.

Auf der jüngsten Synode der Jagdhunde kam es zu einer solchen Petition. Priester der Sekte beantragten, dass die Hohen Feiertage in einem einzigen Ritus vereint werden und dass ein neuer Auctoritas erhoben wird: der Ritus der Zerknirschung. Der Beschluss dieser Petition steht noch aus und Priester in Mexiko Stadt und andernorts diskutieren noch die Vorzüge beider Veränderungen der Doktrin. Bis jetzt ist noch keine Entscheidung getroffen worden.