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Betrug an der Waagschale des Hades

Thaumaturgie · Thaumaturgie

Vampire: Das Dunkle Zeitalter - Jubiläumsausgabe · S. 312–313

Stufe 5

Dieses Ritual erlaubt einem Hexer, sein Herz (ebenso wie andere lebenswichtige Organe) gänzlich aus seinem Körper zu entfernen und hüllt sein Fleisch in einen schützenden Kokon. Es benötigt drei Stunden bis zur Vollendung und

kann nur auf einen selbst und nur im Dunkeln der Nacht ausgeführt werden, also entweder nachdem der Mond untergegangen ist, bevor er aufgegangen ist oder während des Neumonds. Der Spieler legt einen erweiterten Wurf auf Geschick + Medizin gegen 7 ab. Jeder Wurf repräsentiert 1 Stunde der Aktivität, und das Ritual scheitert, sollte der Mond aufgehen, bevor der Spieler die erforderlichen Erfolge erzielt hat (5, um das Herz zu entfernen, 12, um die mumifizierte Form zu erreichen). Jeder Vampir, der Zeuge des Prozesses wird, ist dem Rötschreck ausgesetzt (Schwierigkeit 6). Hat der Hexer schließlich sein Herz, seine Leber und sein Gehirn entfernt, fällt er in eine Art Starre. Seine Vitæ und sein untotes Fleisch verbinden sich, um ihn in ein trockenes, schuppiges Leichentuch zu hüllen, das eine kleine Öffnung um den Mund herum frei lässt, doch ansonsten fast undurchdringlich ist. Ein so konservierter Hexer kann unbegrenzt in Stasis verbleiben. Der eingehüllte Vampir ist praktisch nicht zu verletzen, als stünde er unter der Wirkung von Steinerner Schlaf (s. S. 311). Die extrahierten Organe dagegen sind äußerst verletzlich, besonders das Herz. Wird ein Organ zerstört, verursacht das beim Vampir 1 nicht absorbierbare Stufe schwer heilbaren Schadens, wohingegen das Herz dem Sonnenlicht auszusetzen oder es zu verbrennen den Vampir in einer schrecklichen Feuersbrunst vernichtet. Der Hexer kann nur erweckt werden, wenn man ihm seine entfernten Organe zufüttert. Nachdem er seine Organe verschlungen hat, dauert es 1 Minute, bis der Kokon um ihn herum zu Staub zerfällt und 1 Stunde, bis er sich erhebt. Es ist möglich, dieses Ritual nur teilweise durchzuführen und nach dem Entfernen des Herzens aufzuhören. In der Tat ist es auch möglich, den ersten Teil dieses Rituals bei einem anderen Kainskind zu vollführen. Ein Vampir ist problemlos in der Lage, ohne Herz zu existieren, und als zusätzlicher Vorteil ist er nun immun gegen das übliche Pfählen oder Diablerie. Da das Herz den Sitz der Gemütsbewegungen darstellt, ist die Schwierigkeit aller Würfe, um Raserei zu widerstehen, um 2 verringert. Sollte jedoch ein Feind des Herzens habhaft werden (oder falls es ihm abhandenkommt), ist der Vampir in gehörigen Schwierigkeiten. Nicht nur bietet es eine starke rituelle Verbindung zum Vampir, schon eine einfache Flamme oder ein Schimmer Sonnenlicht auf dem Herzen vernichtet das Kainskind vollständig. Zusätzlich fällt er in Starre, sollte jemand einen Pflock durch das Herz treiben, und jedes Kainskind, das mehr als 2 Blutpunkte von ihm trinkt, dringt direkt zum Herzblut vor, was die Schwierigkeit für Diablerie auf 7 senkt.