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Knechtschaft der Fäulnis

Vampire V20 ×

Disziplinkräfte · Thanatosis

Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 473–474

Stufe 8

Disziplin: Thanatosis

Die Praxis der Erschaffung von Zombiedienern hat im Voodoo eine lange Tradition, doch die meisten mächtigen Samedi können in Sachen Wiederbelebung Dinge tun, die den besten Houngan alt aussehen lassen würden. Der Zombie kann weder sprechen noch eigenständig denken oder sich schnell fortbewegen, ist aber ausgesprochen kräftig und widerstandsfähig.

System: Die erste Anwendungsmöglichkeit dieser Kraft erlaubt dem Samedi, den Leichnam eines kürzlich Verstorbenen (der Körper darf höchstens so lange tot sein wie die Widerstandsfähigkeit des Samedi in Wochen) von seinem Blut zu trinken zu geben, um sie wiederzubeleben. Es sind 3 Blutpunkte nötig, um den Leichnam in dieses Scheinleben zurückzuholen. Ein wiederbelebter Kadaver hat die gleichen körperlichen Attribute wie zu Lebzeiten. Er ist zu eingeschränktem Denken fähig (alle geistigen Attribute sind um 1 verringert), aber wirklich eigenständiges Denken liegt jenseits seiner Möglichkeiten, und die einzige Person, die er deutlich verstehen kann, ist sein Meister oder eine Person, von der ihm sein Meister aufgetragen hat, er solle ihr gehorchen. Wiederbelebte Leichen haben 2 Stufen Seelenstärke und 3 zusätzliche Gesundheitsstufen. Sie erleiden keine Verletzungsabzüge, bis sie ihre letzte Gesundheitsstufe verloren haben, dann brechen sie zusammen und lassen sich nicht erneut wiederbeleben.

Eine wiederbelebte Leiche zerfällt beim dritten Sonnenaufgang nach seiner Erschaffung zu Staub. Seine „Lebensdauer“ lässt sich verlängern, indem man ihm bei seiner Erschaffung mit zusätzlichem Blut nährt - 1 Blutpunkt pro weiterer Nacht.

Diese Kraft kann man auch auf Sterbliche anwenden. Der Samedi erschafft ganz normal einen Ghul, indem er der Person 1 Blutpunkt zu trinken gibt. Der Spieler würfelt dann Manipulation + Medizin (Schwierigkeit = Willenskraftgrundwert des Sterblichen). Es sind 3+ Erfolge

nötig, um den Sterblichen zum Zombie zu machen. Bei Erfolg verliert der Sterbliche seinen freien Willen und untersteht vollkommen der Befehlsgewalt des Samedi. Einmal pro Nacht kann der Sterbliche versuchen, sich aus dieser Knechtschaft zu lösen, indem er einen Willenskraftwurf ablegt (Schwierigkeit = Manipulation + Führungsqualitäten des Samedi). Befreit sich der Sterbliche, gilt er immer noch als Ghul, gewinnt aber seinen freien Willen und seine üblichen geistigen und gesellschaftlichen Attribute zurück (s. u.) Ein Sterblicher, der bei diesem Willenskraftwurf patzt oder ein Blutsband zu dem Samedi entwickelt, kann nie wieder versuchen, sich zu befreien.

Ein Sterblicher unter dem Einfluss der Knechtschaft der Fäulnis wird blass. Er verliert 1 Punkt von allen gesellschaftlichen und geistigen Attributen (bis zu einem Mindestwert von 1). Er gewinnt 3 zusätzliche Gesundheitsstufen und erleidet keine Verletzungsabzüge, bis er außer Gefecht gesetzt wird, dann bricht er zusammen. Eine weitere tödliche Schadenstufe wird ihn umbringen. Der Sterbliche gewinnt außerdem 1 Stufe Stärke, wie es bei einem normalen Ghul der Fall wäre, und hat das Potenzial, andere Disziplinen zu erlernen, wenn der Samedi sich geneigt sieht, sie ihn zu lehren.

Ein Ghulzombie, der 1 Monat lang ohne Vampirblut auskommt, verliert wie sonst auch alle Vorzüge des Daseins als Ghul. Des Weiteren fallen alle Auswirkungen dieser Kraft von ihm ab, und er gewinnt seinen freien Willen zurück, wenngleich er immer noch an seinen Meister blutgebunden sein kann.