Geraubte Küsse
Thaumaturgie · Thaumaturgie
Blutriten · S. 153–154
Stufe 4
Thaumaturgen wenden dieses Ritual an, wenn sie nicht oral von einem Gefäß trinken wollen. Stattdessen können sie mit Geraubte Küsse kleine Portionen Vitae durch andere Körperteile des Gefäßes aufnehmen. Einige Vampire bevorzugen einen kräftigen Händedruck an gut besuchten Orten. Sadisten würgen ihre Gefäße
gerne, wodurch sie zweifach Lust auslösen: die der Atemnot des Opfers zusammen mit frischem Blut, das durch kalte Venen fließt. Andere schwelgen in sterblichen Erfahrungen, indem sie dem Gefäß Blut beim Sex entziehen. Opfer dieses Rituals sind sich nicht gleich darüber bewusst, dass ihnen Blut aus dem Körper entzogen wird, doch sie werden leichten Schwindel und Benommenheit verspüren. Für dieses Ritual muss der Anwender irgendwo einen „Hexenkuss“ bei sich tragen, eine in Vampirblut getränkte Distel.
System: Der Thaumaturg muss zunächst einen kleinen Schnitt an der Stelle seines Körpers vornehmen, über die er körperlichen Kontakt zu den Gefäßen aufnehmen möchte. Wurde das Ritual gewirkt, zieht sich die Wunde zu und öffnet sich wieder in Form eines magischen Mundes mit Lippen. Wird dieser nun auf die Haut eines Gefäßes gedrückt, trinkt er einen Blutpunkt pro Runde, solange der Kontakt aufrechterhalten wird. Nach dem zweiten entzogenen Blutpunkt fühlt sich das Gefäß vermutlich benommen, wobei fünf Blutpunkte aufgrund des großen Blutmangels zu einer Ohnmacht des Opfers führen können. Geraubte Küsse bleibt für eine Nacht aktiv. Bedenken Sie, dass der Thaumaturg weder Ekstase, noch Entzücken beim Opfer auslöst, wenn er auf diese Weise trinkt, wie es ansonsten der Fall wäre.