Nekromantie
Nekromantie · Disziplinen
Vampire: Das Dunkle Zeitalter - Jubiläumsausgabe · S. 280
Sterbliche sehen Nekromantie als verbotene Kunst an und vermischen Sie mit Dämonenanbetung. Kainskinder betrachten Nekromantie mit Misstrauen und Furcht. Mit wenigen Ausnahmen praktizieren unter den Kainiten allein die Kappadozianer Nekromantie, wobei sie sich auf den Pfad des Leichnams und den Pfad des Verfalls spezialisiert haben. Beide gemeinsam bezeichnet man als „Mortuus-Pfad“. Jüngste Innovationen werden im Gegensatz von ihren adoptierten Giovanni-Kindern bevorzugt, die den Pfad der Asche, der Gebeine und des Grabes ersonnen haben. Die seltensten Formen der Nekromantie – der Pfad des Nachrufs, der Pfad der vier Säfte und der gläserne Pfad – werden jeweils von den Impundulu, den Lamien und den Nagaraja eifersüchtig gehütet.
Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 156–157
Nekromantie ist sowohl eine Disziplin als auch eine Magieschule, die sich der Herrschaft über die Seele der Toten widmet. Sie ähnelt der Thaumaturgie, denn sie besteht aus mehreren „Pfaden“ und den dazugehörigen „Ritualen“ statt aus einer klaren, linearen Abfolge von Kräften. Das Studium der Nekromantie ist nicht sehr verbreitet, und ihre Anwender – vor allem Kainskinder aus dem Hause Giovanni – werden wann immer möglich gemieden oder ignoriert (natürlich nur, bis man diese Praktiken braucht).
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich verschiedene Schulen der vampirischen Nekromantie herausgebildet, wodurch Kainiten mehrere unterschiedliche nekromantische Pfade offenstehen. Fast alle modernen Nekromanten lernen zuerst den sogenannten Pfad des Grabes und dehnen ihre Studien dann auf andere Pfade aus. Der „Hauptpfad“ des Charakters steigt automatisch, wenn der Charakter seinen Nekromantie-Grundwert erhöht. Andere Pfade muss man mit Erfahrungspunkten als Sekundärpfade einzeln erwerben.
Wie Thaumaturgie hat Nekromantie auch eine Reihe von Ritualen hervorgebracht. Nekromantische Rituale haben zwar nicht so direkte Auswirkungen wie
die Grundkräfte der Nekromantie, können aber beeindruckende Langzeitwirkungen entfalten. Es überrascht nicht, dass die Zutaten zu nekromantischen Ritualen Dinge wie schon lange beerdigte Leichen, Hände Erhängter und so weiter sind und es recht schwierig sein kann, entsprechende Materialien zu finden.
System: Ein kainitischer Nekromant muss zumindest 3 Stufen seines Hauptpfades lernen, ehe er die erste eines sekundären Nekromantiepfades lernen kann. Dann muss er den Hauptpfad meistern (Stufe 5 erreichen), ehe er einen dritten Pfad angehen kann.
Wie bei Thaumaturgie kostet die Steigerung des Hauptpfades die normale Menge an Erfahrungspunkten, während das Studium sekundärer nekromantischer Pfade zusätzliche Kosten mit sich bringt (s. S. 124). Weil Nekromantie nicht ganz so streng gelernt werden muss wie Thaumaturgie, können sich die erforderlichen Würfe für nekromantische Kräfte von Pfad zu Pfad oder gar innerhalb desselben Pfads unterscheiden. Wir präsentieren im Folgenden zunächst den Pfad des Grabes und dann die anderen in alphabetischer Reihenfolge.
Werte für Geister s. Kapitel neun, S. 384.