Haruspex
Thaumaturgie · Anarchen
Anarchen
Blutriten · S. 62
Stufe 2
Das Wort Haruspex wurde von den Römern gebildet und beschreibt die Praxis des Lesens von Omen und Vorzeichen aus den Eingeweiden geopferter Tiere, normalerweise Schafe oder Geflügel. Diese Praxis geht jedoch um Jahrtausende vor das alte Rom zurück und wurde von unzähligen anderen okkulten Gesellschaften seither praktiziert. Der Anwender des Rituals (oder „Haruspex“) muss das Opfer in einem Raum durchführen, der durch das Ritual Weihe des Tempels gereinigt wurde. Nachdem er das Tier geschlachtet und ihm den Bauch aufgeschnitten hat, damit die Eingeweide herausfallen, muss der Haruspex sie mit seiner eigenen Vitae tränken, indem er sich mit einem rituellen Dolch die Handgelenke öffnet. Opfer mit Geflügel benötigen einen Blutpunkt. Schafe oder größere Tiere benötigen zwei Blutpunkte. Wenn der Haruspex unbarmherzig genug ist, kann er sogar einen Sterblichen opfern (was beinahe sicher einen Entartungswurf zur Folge hat). Der Haruspex kann niemals eine Vorhersage für sich selbst durchführen. Er kann dies nur für jemand anderen machen, der ihm einen persönlichen Gegenstand zur Verfügung stellen muss, der in das rituelle Opfer einbezogen wird. Selbstverständlich bedeutet das auch, dass das Ritual mit Analogmagie auch für jemanden durchgeführt werden kann, der dies nicht möchte oder nicht davon weiß (siehe S. 133-135). Das Ritual Haruspex kann nur für ein Ziel durchgeführt werden und nur ein Mal alle sieben Nächte.
System: Jeder Erfolg erlaubt es dem Haruspex, eine Frage über die Vergangenheit oder Gegenwart des Ziels zu stellen, wobei auch zwei Erfolge aufgewendet werden können, um eine Frage über die Zukunft zu stellen. Das Darbringen eines größeren Opfers reduziert die Schwierigkeit um 1. Ein Menschenopfer reduziert die Schwierigkeit um 3. Diese Boni auf die Schwierigkeit werden zum -1 Bonus durch die Weihung des Tempels addiert.