CCTV
Thaumaturgie · Anarchen
Anarchen
Blutriten · S. 67
Stufe 1
Normalerweise benötigt Thaumaturgie eine direkte Sichtlinie oder einen analog-magischen Effekt. Die Hacktivisten brüsten sich damit, dass sie Normalität vermeiden. Dieses Ritual erlaubt es dem Thaumaturgen, eine Überwachungskamera (CCTV) oder sogar eine Webcam als „drittes Auge“ zu benutzen. Der Thaumaturg muss die Kamera auseinandernehmen, sie flächendeckend mit einer Mischung aus okkulten Sigilen und mathematischen Formeln beschriften und sie dann wieder zusammenbauen (Intelligenz + Technologie, Schwierigkeit 8). Danach muss er sich in den Daumen schneiden und ihn gegen die Linse der Kamera drücken, bis sie einen vollständigen Blutpunkt aufgenommen hat.
System: Das Ritual hält für eine Nacht pro Erfolg und es kann unbegrenzt für dasselbe Intervall weiter verlängert werden, solange der Vampir der Linse weiter zusätzliche Blutpunkte zuführen kann. Solange das Ritual andauert, kann der Thaumaturg das Videosignal der Kamera behandeln, als würde er die Bilder persönlich wahrnehmen und damit Orte sowie Plätze mit Ritualen oder Pfaden anvisieren. Wenn die Kamera die Größe einer Spionagekamera hat und in die Zuflucht eines Feindes geschmuggelt werden kann, können hiermit verheerende Effekte erzielt werden. Doch das Ritual birgt auch Risiken. Solange das Ritual aktiv ist, kann jeder andere Blutmagier, der die Kamera in die Finger bekommt, sie als analog-magische Verbindung zurück zum Thaumaturgen nutzen, als sei es eine Probe seiner eigenen Vitae. Selbst nachdem das Ritual abgeklungen ist, besteht eine schwächere analog-magische Verbindung (entsprechend eines persönlichen Gegenstandes des Thaumaturgen), bis die Kamera zerstört wird.