Nephilim
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1 Eintrag
Blutlinien
Nephilim
Das dunkle Zeitalter – Kompendium · S. 69–70 · Toreador
Oh Herr, schicke uns Dein Lied und führe uns zur Erlösung. Bezeuge das Sammeln Deines Blutes. Mit Deinen Flügeln fahren wir auf. Mit Deinem Segen sterben wir.
Nur wenige sehen in der jungen Toreador-Blutlinie mehr als eine Handvoll desillusionierter Überbleibsel des Traumes, die sich an ihr totes Idol klammern. An der Oberfläche suchen diese Anhänger die Wiedervereinigung im Tode, weshalb sie Außenstehenden als Märtyrer bekannt sind. Paul Bathalos, der Bischof der Sekte und Meister-Steinmetz, sowie seine rechte Hand, der Maler Pakourianis die Taube, waren Michaels Musen während des Goldenen Zeitalters Konstantinopels. Wie ihre Toreador-Standeskollegen kamen sie, um an Michael als Erzengel desselben Namens zu glauben, der auf die Erde gekommen ist, um seine auserwählten Kainiten bis zu ihrer Auffahrt in den Himmel zu führen. In den jetzigen Zeiten der Östlich-Orthodoxen Tradition der theoria leiten sie ihre Anhänger zu ekstatischem Gebet und Meditation an, um die wahre Vision des Erzengels zu erhalten und mit ihm durch die mystische Transformation der Theosis vereint zu werden.
Nach mehreren Jahrzehnten der Fehlschläge akzeptierten die Toreador, dass die Verdammten dies nicht alleine erreichen können. Sie glauben, ein kainitischer Prophet ihres Clans, den sie das Lied Michaels nennen, wird die Heiligkeit des Erzengels erben und sie erheben. Ihre Träume haben ihnen offenbart, dass das Lied ihnen durch die Reinigung des Blutes erscheinen wird. Um diesen Propheten zu finden, beabsichtigen Paul und Pakourianis jeden Toreador der Stadt in ihre Zuflucht in der zerstörten Kirche des Heiligen Demetrios zur Katharsis zu bringen. Dieses selbsterdachte Taufritual
soll die Heiligkeit in der Vitae des Liedes offenbaren. Alle anderen, die nicht der Prophet sind, reinigt es von gotteslästerlichen Leidenschaften und bereitet sie für die mögliche Verehrung vor, indem es sie sogar buchstäblich zu Kindern Michaels tauft. Niemand hat bis jetzt verstanden, dass dieses Sakrament selbst eine Umwandlung herbeiruft und die Toreador in etwas anderes verwandelt.
Bischof Paul Bathalos könnte von denen, die es nicht besser wissen, beinahe für einen Nosferatu gehalten werden. Mit verstecktem Gesicht und einer monströsen Form bat er einen Fleischformer der Tzimisce, seine himmlische Schönheit von ihm zu nehmen, damit der Erzengel ihn nicht mehr begehrte. Mit diesem Opfer beseitigte Paul sich selbst als Hindernis für Michaels Aufstieg zur Glorie, und die Nephilim halten ihn für einen Märtyrer im Geiste aufgrund des ultimativen Entsagens seiner irdischen Schönheit. Sein Blutsbruder ist der Presbyter Pakourianis, auch die Taube genannt, ein ewig kindgleicher Kainit, der an seinem Scheitern darüber, nicht fliegen gelernt zu haben, verzweifelt, da er somit seinem Erzeuger nicht mehr in den Himmel folgen kann. Seine Meditation lindert seine Qualen, doch der Flug der Vögel, Gargyle dertremere und andere Dinge mit Flügeln faszinieren ihn.
Die Nephilim halten ihre wahren Namen und Liturgien geheim, damit die Latiner nicht eingreifen. Sie kommunizieren untereinander über die ganze Stadt mithilfe verschlüsselter Nachrichten, die ihr Siegel tragen: einen stilisierten Mensch en mit Flügeln und Fängen, entsprechend jener, die eines Tages als vampirische Engel aufsteigen werden. Alle Nephilim stammen von den Toreador ab und beginnen mit dem Pfad des Erzengels (siehe unten) auf dem Pfad des Himmels. Ob die Blutlinie ihre Kinder treu weiterzüchtet, bleibt abzuwarten.
Beinamen: Märtyrer (für Außenstehende), Kinder des Erzengels
Disziplinen: Auspex, Präsenz, Schimären
Schwächen: Die Nephilim werden von einem tiefsitzenden Schmerz befallen, einem Verlangen nach der Berührung ihres fortgegangenen Erzeugers, den sie niemals in Fleisch und Blut kennenlernen werden. Der Himmel ist kein Ort, sondern ein Engel mit dem Antlitz eines Vampirs und sie leben nur, um sich mit ihm zu vereinen. Als unwürdig befunden zu werden, bedeutet die Verdammnis. Die Grundschwierigkeit von Würfen, wenn ein Kind des Erzengels sich gegen seinen Pfad versündigt, ist 7 statt 6, und der Verlust eines Punktes im Pfad bedeutet eine um 1 erhöhte Schwierigkeit für alle Handlungen, das es im gesamten folgenden Kapitel durchführt.
Ein Nephilim, der zum Abtrünnigen wird, erleidet diesen Abzug dauerhaft, zumindest bis er zum Anhänger eines neuen Pfades wird oder einen Punkt auf dem Pfad des Erzengels erhält. Auf einem anderen Pfad behält er diese gesteigerte Schwierigkeit nicht bei.