Gestaltwandlerrassen
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Gestaltwandlerrassen
Rokea
W20 · Die Fera · S. 189
Der Kampf gegen Qyrl Den Großteil ihrer Existenz gehorchten die meisten Rokea Kuns Gesetz und überlebten einfach. Sie kämpften nicht gegen Qyrl – und für die meisten bleibt diese Inaktivität nach wie vor der Status Quo. Ihre Uralten raten den Werhaien zu warten, indem sie ihnen versprechen, dass die Menschheit sich bald selbst zerstören wird. Dann werden die Rokea übrig sein und können ihre Reihen wieder füllen. Manche Rokea, besonders unter den Zwischengängern, haben begonnen, diese passive Haltung infrage zu stellen. Eine steigende Zahl von ihnen glaubt, dass das Überleben ihrer Art und vielleicht das aller Haie davon abhängt, jetzt zu handeln, bevor die Lage noch schlimmer wird. Für Tausende von Jahren haben Agenten Qyrls ungestört in den Meeren operiert. Keine der anderen Gestaltwandlerrassen kann sie ohne Weiteres erreichen und die meisten Rokea ignorieren den Kraken und seine Diener. Wenn sie gegen seetüchtige Manifestationen des Wyrms vorgingen, könnten die Bemühungen der Rokea den anderen Gestaltwandlern helfen – egal ob die Dreckwanderer es bemerken oder nicht. Gegenwärtig kämpft nur eine Handvoll Zwischengänger gegen Qyrl, doch die Lage fängt an sich zu ändern, da eine wachsende Zahl junger Rokea die Unsee bereist, um Informationen über die Bedrohungen der See und ihrer Art zu sammeln. Da diese zeitweiligen Erforscher des Landes nicht auf der Unsee leben, laufen sie weniger Gefahr, bezichtigt zu werden, die See im Stich gelassen zu haben. Und da sie Informationen liefern, die den Rokea helfen, zu überleben, sind die meisten ihrer Mithaie bereit, sie zu dulden – oder zumindest nicht gleich umzubringen. Auf ihren Entdeckungsreisen lernen diese abenteuerlustigen Rokea das Wesen, das die Dreckwanderer den Wyrm nennen, zu hassen – und manche fragen sich, ob es nicht Qyrl ist, die einen neuen Namen trägt. Piraterie Seit fast zwei Jahrzehnten ist das Nachahmen menschlicher Piraterie einer der Wege gewesen, wie die Rokea die See beschützt haben. Werhaie attackieren Fischerboote, die Haie jagen, und Frachtschiffe, die Atom- und Giftmüll weitab von jeglicher Aufsicht in den Ozean kippen. Von Indonesien bis Afrika schwimmen verzweifelte Rokea zu diesen Schiffen hinauf und verschlingen die Besatzungen. Wenn sie fertig sind, ziehen sie die Schiffe entweder hinab zur Untersee oder lassen sie auflaufen. Auch wenn Regierungen keine Ahnung haben, dass Werhaie für die vermissten Schiffe verantwortlich sind, haben die meisten Industrienationen Schritte unternommen, um Piraterie zu stoppen. Die Erste Verwandlung Die Rokea paaren sich nicht miteinander und haben keine Metis. Mit Ausnahme der seltenen Menschlings-Rokea (die sich nur unter den Same-Bito finden) beginnen fast alle von ihnen ihr Leben als Haie. Das Erwachen vom Hai zum Rokea ist ein langsamer und relativ schmerzloser Prozess, der erfolgt, wenn sie im Alter von zwei bis drei Jahren ihre Geschlechtsreife erreichen. Der Verstand des Hais erweitert sich graduell und sie erlangen gleichzeitig ein Bewusstsein und sind instinktiv in der Lage, das Senden zu verstehen und zu benutzen. Nachdem sie als intelligente Wesen erwachen, unternehmen junge Rokea eine Reise, die man Langes Schwimmen nennt und in der sie beginnen, den Ozean zu erforschen, wobei sie mit jedem Geist, Werhai oder jeder anderen Entität sprechen und schlussendlich eine Grotte finden, wo ein Rokea oder Geist ihnen Gaben beibringt und sie darin unterweist, wie sie ihre Gestalt wechseln. Von diesem Augenblick an hört der junge Werhai auf zu altern und kann nur durch Gewalteinwirkung, Krankheit, Gift oder andere nicht altersbedingte Leiden sterben. Organisation Die Organisation der Rokea ist genau so einfach, wie man erwarten würde. Ihre Organisationseinheit ist die Gruppe – bestehend aus drei bis sieben Werhaien, die sich auf eine ähnliche Weise scharen wie ein Garou-Rudel. Das hochrangigste Gruppenmitglied wählt den Anführer für eine bestimmte Aufgabe aus. Idealerweise ist das Mitglied mit dem größten Wissen über eine bestimmte Gegend oder Situation der Anführer für jede Aufgabe, die sich auf diese Kenntnisse bezieht. Führerschaft in den meisten Gruppen ist äußerst fließend, wobei die meisten oder sogar alle Mitglieder zum Zug kommen, abhängig von der jeweiligen Situation. Die Rokea haben keine formelle Organisation über die Gruppe hinaus; stattdessen basiert die Rokea-Gesellschaft auf dem Respekt gegenüber den Älteren. Die ältesten und weisesten Werhaie haben Jahrhunderte überlebt – und in manchen Fällen Jahrtausende. Andere Rokea behandeln sie mit großem Respekt, doch als geehrte Älteste statt als Herrscher. Seitdem die Turna‘a-Explosion fast alle Ältesten umgebracht hat, ist das wenige, das die Rokea an Führerschaft besitzen, im Fluss. Die ältesten überlebenden Trübwässer nehmen für sich in Anspruch, für alle Rokea zu sprechen, doch viele verübeln ihnen ihren Einfluss und eine Übereinkunft in allem außer den einfachsten Problemen zu erlangen, hat sich als fast unmöglich erwiesen Eigenschaften Als Gaias einzige im Meer lebende Kinder unterscheiden sich die Rokea in vielerlei Hinsicht vom Rest Ihrer Familie. Diese Unterschiede, die sowohl physischer, als auch spiritueller Natur sind, tragen alle zu dem Spalt zwischen den Rokea und den übrigen Gestaltwandlern bei. In ihrer Chasmus- oder Gladius-Gestalt erleidet jeder, der die Rokea mit bloßen Händen oder Füßen angreift, aufgrund der rauen, zahnartigen Schuppen der Werhaie zwei Stufen tödlichen Schaden (der absorbiert werden kann). Rokea hören auf zu altern, wenn sie das Erwachsenenalter erreichen. Ein umsichtiger Rokea, wenn es so etwas gibt, ist praktisch unsterblich. Gnosis und Geister Rokea müssen zumindest teilweise in Salzwasser eingetaucht sein, um Gnosis zurückzugewinnen. Sie können auch von Grotten Gnosis zurückerlangen und von Unterseegeistern, die Rorqual genannt werden – gestaltgewordene Geister, die nicht weniger als lebende Caerns sind. Werhaie können Geister des tiefen Ozeans wahrnehmen ohne dafür eine Gabe zu benötigen, doch sie können nicht seitwärts wechseln, wenn sie nicht eine Gabe oder den Ritus des Weltennetzes benutzen. Zorn, Raserei und Willenskraft Als Ergebnis ihres Bedürfnisses, sich zu bewegen, um unter Wasser zu atmen, hassen es die Rokea, festgehalten oder eingesperrt zu sein. Rokea an Land werden auf- und abgehen, wenn dem Spieler nicht jede Szene ein Willenskraftwurf (Schwierigkeit 6) gelingt. Wenn sie festgehalten werden, wie etwa in einem Ringkampf oder wenn ihnen Handschellen angelegt wurden, müssen Rokea sofort auf Raserei prüfen. Stets von aufbrausendem Temperament muss eine Rokea nur zwei Erfolge bei einem Zornwurf erzielen, um in Raserei zu verfallen. Wenn sie vier oder mehr Erfolge würfelt, verfällt sie in Kunsinn, einen Zustand, der dem Sklaven des Wyrms gleicht. Kunsinn lässt die Rokea jedes Wesen in Reichweite angreifen und alles, was sich in der Nähe befindet, fressen ohne dabei Freund oder Feind zu kennen. Rokea verfallen niemals in Fuchsraserei. Rokea beginnen das Spiel mit Willenskraft 4. Regeneration Rokea regenerieren wie die Garou und wie die Werwölfe können sie Schaden durch Silber nicht absorbieren außer in ihren Brutgestalten. Sqamus-Rokea können Schaden in ihrer Brutgestalt regenerieren, solange sie in Salzwasser getaucht sind. Ruf Die See und Kun sind die hauptsächlichen Schiedsrichter über den Ruf eines Rokea. Rokea, die nach dem Ruf von Harmonie oder Erneuerung streben, senden Geschichten ihrer Taten mittels dienstbarer Geister an die See und Kun und diese verleihen dem Werhai Ruf nach ihrem Gutdünken. Tapferkeits-Ruf muss andererseits von Rokea anerkannt werden, die nicht Teil Senden Das Senden ist die natürliche Kommunikationsform der Rokea. Werhaie können schwache elektrische Impulse aussenden und empfangen, die fast bis zu einem Kilometer im offenen Meer zurücklegen. An Land hat das Senden eine Reichweite von etwa 15 Metern. Unter normalen Umständen ist kein Wurf nötig, um die Fähigkeit zu benutzen, es ist so selbstverständlich wie Sprechen für Menschen ist. Senden erlaubt es Werhaien auch, nach Belieben mit Unterseegeistern zu kommunizieren ohne Gnosis auszugeben oder eine Gabe zu benutzen. Rokea können das Senden in all ihren Gestalten empfangen, es jedoch normalerweise nicht in Menschlings-Gestalt ausschicken. Bis sie zumindest einige Zeit an Land verbracht haben, beherrschen die meisten Squamus-Werhaie keine menschliche Sprache und können sich in Menschlings-Gestalt mit niemandem verständigen. der eigenen Gruppe des Werhais sind. Rokea brauchen keine Herausforderungen, um ihren Rang zu beweisen, wie es Werwölfe tun. Ein Werhai, der die erforderliche Menge an permanentem Ruf erreicht, wird einfach im entsprechenden Rang anerkannt. Bruten Es gibt zwei Bruten der Rokea, Squamus und Menschling. Alle Werhaie sind die Abkömmlinge von Rokea und entweder Haioder (im Falle der Same-Bito) Menschenblutsgeschwistern; selbst an Land, wo ihr Paarungstrieb stark und anhaltend ist, fühlen sich Rokea körperlich nicht zu anderen ihrer Art hingezogen. • Menschling: Nur unter den Same-Bito verbreitet und selbst dort überaus selten, durchlaufen menschengeborene Werhaie ihre Erste Verwandlung im gleichen Alter wie Werwölfe. Sie sehen mehr wie normale Menschen aus und verstehen die Menschheit weitaus besser als es Squamus-Rokea tun – und überdies sprechen sie Menschensprachen. Die meisten Rokea finden die bloße Vorstellung von menschengeborenen Werhaien abstoßend. Anfangswert für Gnosis: 1 • Squamus: Die überwiegende Mehrheit der Rokea wird als Hai geboren. Werhaie paaren sich nur mit den größten und tödlichsten Arten: Makos, Weiße Haie, Tigerhaie, Hammerhaie, Blauhaie und Fuchshaie. Squamus-Rokea haben dieselben Einschränkungen bei Fähigkeiten wie Lupus-Garou und können kein Erscheinungsbild höher als 2 besitzen. Solche Charaktere erhalten jedoch einen kostenlosen Punkt auf Instinkt und Überleben. Anfangswert für Gnosis: 5 Vorzeichen Die drei Vorzeichen der Rokea basieren auf Sonne und Mond zugleich. • Klarwasser: Diese Rokea sind an einem sonnigen Tag geboren oder unter dem Licht des Vollmonds. Sie sind vollendete Krieger mit einem seltsamen Drang, nah an der Meeresoberfläche zu bleiben. Die meisten Zwischengänger kommen aus den Reihen der Klarwässer. Anfangswert für Zorn: 5 Anfängliche Gaben: Augen der Wunde, Hemmschwelle, Splitterbiss, Ungesehener Angriff • Trübwasser: Trübwasser-Rokea werden an äußerst bewölkten Tagen geboren oder in der Nacht zu jeder Zeit außer während des Voll- oder Neumonds. Sie sind die verbreitetste Art der Werhaie und sind auch geborene Anführer. Trübwasser-Rokea neigen zu dem größten Interesse am Erforschen und Bereisen aller Teile der Meere. Sie sind auch die größten Befürworter des Jagens und Tötens der Zwischengänger und ihrer menschlichen Blutsgeschwister. Anfangswert für Zorn: 4 Anfängliche Gaben: Königsfisch, Schmerz Widerstehen, Stimme der See, Seltsames Blut • Dunkelwasser: Diese Rokea werden während einer Sonnenfinsternis oder unter dem Neumond geboren und sind das seltenste der Vorzeichen. Innovativ und neugierig sind sie die ruhigsten der Rokea und diejenigen mit dem größten Interesse an neuen Ideen und der Erforschung von Extremen – in physischer, mentaler und spiritueller Hinsicht. Anfangswert für Zorn: 3 Anfängliche Gaben: Blut der Tiefen, Kälte, Qyrls Blut, Plötzlicher Schub Gestalten Rokea sind zu fünf verschiedenen Gestalten in der Lage, die meisten nehmen jedoch nur selten Menschlings-Gestalt an. Rokea lernen erst, wie sie ihre Glabro-ähnliche Gestalt, „Rundrücken“ oder Glabrus genannt, annehmen können, nachdem sie Zeit an Land verbracht haben, um zu lernen, sie zu benutzen. • Menschling („Langflosse“): Diese Gestalt ist die eines etwas gedrungenen Menschen mit ungeschlachten Zügen. Menschengeborene Rokea (unter den Same-Bito) neigen dazu, das Erbe und Erscheinungsbild ihres menschlichen Elternteils aufzuweisen, während haigeborene Rokea das Erscheinungsbild der Menschen des Gebiets annehmen, wo sie zuerst der See entstiegen sind, ungeachtet jeder lang zurückliegenden menschlichen Abkunft. • Glabrus („Rundrücken“): Ähnlich wie Glabro legen die Rokea in dieser Gestalt einige Zentimeter an Größe zu, verdoppeln dabei jedoch ihr Gewicht. Sie werden groß, hässlich und muskulös mit ersten Anzeichen einer Rückenflosse. Ihre haiähnlichen Münder können zubeißen (Schwierigkeit 5) und tödlichen Schaden gleich ihrer Körperkraft zufügen. Diese Gestalt ruft ein reduziertes Delirium hervor (behandeln Sie die Willenskraft eines Betrachters als wäre sie zwei Punkte höher). • Gladius („Aufrechte Kiefer“): Diese Ungeheuer sind monströse humanoide Haie, die aufrecht stehend über drei Meter groß sind, mit Kiefern, die einen erwachsenen Menschen entzweibeißen könnten. Ihr Biss fügt Körperkraft + 1 schwer heilbaren Schaden zu. Diese Gestalt ruft das volle Delirium hervor. • Chasmus („Kampfkiefer“): Dieser riesige und gefährliche Hai ist die bevorzugte Kampfgestalt der Rokea. Werhaie gewinnen in dieser Gestalt noch einmal die Hälfte ihrer Körperlänge hinzu – ein 6 Meter langer Weißer Hai wird zu einem 9 Meter langen Chasmus. Ihr Biss fügt Körperkraft + 2 schwer heilbaren Schaden zu. Rokea in Chasmus-Gestalt rufen in Betrachtern das volle Delirium hervor. • Squamus („Schwimmkiefer“): Diese Gestalt ist nicht von einem gewöhnlichen (wenn auch ungewöhnlich großen) Hai zu unterscheiden. Nur etwa 20% der weltweiten Haipopulation findet sich unter den Squamus-Gestalten der Rokea wieder: die Größten, Wildesten und Räuberischsten. Werte der Gestalten Glabrus Gladius Chasmus Squamus KK: +2 KK: +3 KK: +4 KK: +2 Ges: +0 (+1)* Ges: -1(+2)* Ges: N/A(+1)*Ges: N/A (+3)* Wid: +2 Wid: +2 Wid: +3 Wid: +2 Man: -2 Man: -4 Man: -4 Man: -4 Ers: -2 Ers: 0 *Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Werte des Rokea im Wasser. Gaben Rokea beginnen das Spiel mit zwei Gaben, eine aus der allgemeinen Liste für Rokea-Gaben und einer anfänglichen Gabe basierend auf ihrem Vorzeichen. Während viele ihrer Gaben denen gleichen, die den Garou bekannt sind, werden sie fast ohne Ausnahme von Geistern gelehrt, die in der See zu finden sind, ungeachtet dessen, von welchen Geistern die Garou sie lernen mögen. Allgemeine Rokea-Gaben • Durchbrechen (Stufe Eins) – Wie die Lupus-Gabe Hasensprung. Normalerweise dazu verwendet, um sich selbst hoch aus dem Wasser hinauszukatapultieren. • Fasten (Stufe Eins) – Die Rokea kann für eine lange Zeit überleben, wobei sie nur ihre inneren Reserven nutzt. Ein Haigeist lehrt diese Gabe. System: Die Spielerin gibt einen Punkt Gnosis aus. Der Charakter muss für die nächste Woche weder essen noch trinken. • Todesbiss (Stufe Eins) – Der Mund der Rokea wird kurzfristig zu einem rasiermesserbewehrten Albtraum ungeachtet ihrer Gestalt. Ein Hai-Geist lehrt diese Gabe. System: Die Spielerin gibt einen Punkt Zorn aus. Der nächste erfolgreiche Bissangriff, den ihr Charakter landet, fügt zwei zusätzliche Stufen (nicht Würfel) schwer heilbaren Schaden zu. • Gefahr Spüren (Stufe Eins) – Als eine Rasse, der es aufgetragen wurde zu überleben, müssen die Rokea in der Lage sein, Gefahren zu identifizieren. Diese Gabe hilft der Rokea, zu erkennen, ob ein Wesen oder eine Situation für sie gefährlich ist oder nicht. Sie wird von einem Avatar der See gelehrt. System: Die Rokea konzentriert sich für eine Runde; die Spielerin würfelt Wahrnehmung + Instinkt, um festzustellen, ob ein Wesen oder eine Situation für sie gefährlich ist. Die Schwierigkeit ist 6 für unmittelbar greifbare Bedrohungen und 8 für subtilere und indirektere. • Hautzähne (Stufe Eins) – Wie die Metis-Gabe: Gabe des Stachelschweins. • Verschlucken (Stufe Zwei) – Die Rokea kann alles herunterschlucken, das sie zwischen ihre Kiefer bekommt und es dann später unversehrt wieder hochwürgen. Ein Tigerhai-Geist lehrt diese Gabe. System: Die Spielerin gibt einen Punkt Gnosis aus. Verschlungene Gegenstände können beliebig lange gelagert werden und werden im Sinne des Gestaltwechsels als zugeeignet betrachtet. Nur ein Gegenstand kann zur gleichen Zeit gelagert werden, obwohl gefüllte Behältnisse wie etwa Rucksäcke als „ein Gegenstand“ zählen. • Giftiges Fleisch (Stufe Zwei) – Wie die Nachfahren des Fenris-Gabe: Giftblut, nur dass sie jeden vergiftet, der den Werhai beißt. • Ruhelose Wasser (Stufe Zwei) – Wie die Lupus-Gabe: Geruchssicht. • Chagrinhaut (Stufe Zwei) – Wie die Nachfahren des Fenris-Gabe: Trollhaut. • Segen der Unsee (Stufe Zwei) – Wie die Schwarze Furien-Gabe: Wylde Regeneration. • Makel Verschlingen (Stufe Drei) – Wie die Knochenbeißer-Gabe: Gift Widerstehen, abgesehen davon, dass der Werhai auch Giftmüll, Ölpfützen und anderen giftigen, ungenießbaren Müll unbeschadet verschlingen kann. • Lotsicht (Stufe Drei) – Die Rokea kann all ihre Sinne auf große Distanz aussenden. Diese Gabe funktioniert in jede Richtung, auch senkrecht nach oben oder unten und stellt ein großartiges Mittel dar, um Ereignisse an der Oberfläche von unter den Wellen auszuspähen. Der Geist einer beliebigen schnellschwimmenden Fischart lehrt diese Gabe. System: Die Spielerin gibt einen Punkt Gnosis aus und würfelt Wahrnehmung + Aufmerksamkeit (Schwierigkeit 7). Für den Rest der Szene kann die Rokea ihre Sinne bis zu 1,5 Kilometer pro Erfolg im Wasser und 30 Meter an Land aussenden. • Gabe des Rochens (Stufe Drei) – Die Rokea kann mit ihrem Schwanz oder ihrer Fingerspitze einen giftigen Stich applizieren. Stachelrochen-Geister lehren diese Gabe. System: Die Spielerin gibt einen Punkt Gnosis aus, um den Stachel zu manifestieren. Zuzustechen ist eine Attacke mittels Geschick + Handgemenge (Schwierigkeit 7). Das Opfer muss einen Wurf auf Widerstandsfähigkeit (Schwierigkeit 9) ablegen oder tödlichen Schaden in Höhe der Erneuerung der Rokea und einen Wundabzug von -2 für den Rest der Szene erleiden. • Haifischknorpel (Stufe Drei) – Wie die Metis-Gabe: Rattenkopf • Gestalt der See (Stufe Vier) – Die Rokea kann ihren Körper verflüssigen und durch Röhren, unter Türen hindurch oder in irgendeinen Raum hineinfließen, der sie aufnehmen wird. Sie zerfließt dabei jedoch nicht unkontrolliert, sondern kann weiterhin in humanoider Form „herumlaufen“ oder sogar einen Gegner ertränken, indem sie sich seine Kehle hinabzwängt. Ein Süßwasser-Geist lehrt diese Gabe. System: Die Spielerin gibt zwei Punkte Gnosis aus. Ihr Charakter kann für (Erneuerung) Stunden in flüssiger Form verbleiben. Sie kann weder Biss noch Klauen benutzen, aber dafür einen lungenatmenden Gegner mit einem erfolgreichen Ringkampfangriff ertränken, wobei sie ihn festhält, bis ihm die Luft ausgeht. Wenn der flüssige Körper in Salzwasser eingetaucht wird, wird die Gabe sofort aufgehoben. • Kuns Maul (Stufe Vier) – Wie die Nachfahren des Fenris-Gabe: Fenris‘ Biss. • Geduldiger Jäger (Stufe Vier) – Der Werhai verschmilzt mit fester Materie, sei es Wand oder Boden, natürlich oder verarbeitet und beobachtet, was um ihn herum geschieht. Er kann jederzeit herausspringen und angreifen. Diese Gabe wird von einem Engelhai-Geist gelehrt. System: Der Spieler würfelt Widerstandsfähigkeit + Heimlichkeit (Schwierigkeit 5). Der Rokea ist nicht wahrnehmbar, während er auf diese Art verschmolzen ist. • Große Beschwörung (Stufe Fünf) – Wie die Lupus-Gabe: Lied des Großen Tiers. Diese Gabe ist nur auf See anwendbar und ruft aquatische Schrecken herbei. • Urtümliche Zuversicht (Stufe Fünf) – Ein Rokea-Ältester ist sich seines Platzes in der Welt sicher wie es nur wenige andere Wesen sind und zieht Kraft aus dieser Gewissheit. Diese Gabe wird von einem Avatar der See gelehrt. System: Der Rokea addiert permanent 30 zur Summe seiner Initiative. Zusätzlich wird, wenn der Spieler einen Willenskraftpunkt für einen automatischen Erfolg bei einem Wurf ausgibt, der zumindest einen Erfolg erzielt (über den automatischen hinaus), der Willenskraftpunkt sofort zurückerstattet.
W20 · Grundregelwerk · S. 418–419
Wer weit entfernt vom Ozean lebt, schmunzelt wahrscheinlich nur, wenn er Legenden über Werhaie hört. Inselbewohner erzählen sich jedoch seit Jahrhunderten Geschichten über solche Haie. Haie in Menschengestalt werden in den Legenden als brutale Killer, rücksichtslose Scherzbolde und mitleidlose Raubtiere gezeichnet. Die Rokea, die Haiwandler, können all das sein, aber die ihnen von Gaia übertragene Aufgabe ist viel grundlegender: Sie müssen überdauern. Seit Millionen von Jahren betrachten die Rokea alle anderen Fera, sogar die Mokolé, als Beute. Wenn er nicht getötet wird, stirbt ein Rokea nicht, sondern zieht einfach bis ans Ende aller Tage weiter seine Bahnen im Meer. Doch die Rokea sind genauso gefährdet wie alle anderen Fera auch. Vor einigen Jahrzehnten löschte eine Atomexplosion ihre Spezies beinahe aus, und seither führen die Werhaie einen internen Krieg gegen die „Zwischenweltler“, die Rokea, die sich gelegentlich an Land wagen. Bruten: Bei den Rokea gibt es zwei Bruten: Squamus und Menschlinge. Die große Mehrheit von ihnen sind Squamus, die als Kinder einer der zahlreichen Haiarten der Welt geboren werden. Ein solcher Werhai ist stets das Kind eines Hais und eines Werhais; sie kennen keine Metis. Wenn ein Rokea sich mit einem Menschen paart, entstehen Blutsgeschwister der Rokea, die man Kadugo nennt. Wenn sich ein Kadugo wiederum mit einem Rokea paart, ist das Kind ein Werhai-Menschling. Da die Mehrheit der Rokea Kadugo und die Werhaie, die sie gezeugt haben, jagt und tötet, ist es kein Wunder, dass Rokea-Menschlinge praktisch unbekannt sind. Die Brut bestimmt den Anfangswert für Gnosis. Squamus-Rokea beginnen mit 5, Menschlinge mit 1. Vorzeichen: Rokea gehören einem von drei Vorzeichen an, je nach Geburtszeit. Hellwasser-Rokea, die am helllichten Tag oder bei Vollmond geboren sind, zählen zu den tapfersten Kriegern der Werhaie. Trübwasser-Werhaie, die geboren wurden, als der Himmel bewölkt war oder als nachts der Mond am Himmel stand, aber nicht voll war, sind die ausgleichenden Kräfte und Richter der Rokea. Sie sind oft Politiker und Führer und das häufigste Vorzeichen. Die Dunkelwasser schließlich, geboren bei Sonnenfinsternis oder Neumond, sind die Mystiker, Schamanen, Seher und Entdecker der Werhaie. Das Vorzeichen bestimmt den Anfangswert des Werhais für Zorn. Hellwasser beginnen mit 5, Trübwasser mit 4 und Dunkelwasser mit 3. Eigenschaften: • Alle Rokea empfinden einen ständigen Bewegungsdrang. An Land gehen Rokea unruhig auf und ab, wenn dem Spieler 418 nicht einmal pro Szene ein Willenskraftwurf (Schwierigkeit 6) gelingt. Gefesselte Rokea müssen auf Raserei würfeln. • Rokea nutzen Zorn und Gnosis ganz ähnlich wie die Garou. • Rokea geraten bei nur zwei Erfolgen bei einem Zornwurf in Raserei. Vier oder mehr Erfolge bedeuten, dass der Werhai in einen Kun-Geist genannten Zustand verfällt, bei dem es ist, als sei er ein Sklave des Wyrms geworden. In diesem Zustand attackiert und verschlingt der Rokea alles in Reichweite. Rokea kennen keine Fuchsraserei. • Werhaie regenerieren genau wie Garou, nur, dass Squamus-Rokea in ihrer natürlichen Gestalt regenerieren können, solange sie sich in Salzwasser befinden. Wie Werwölfe können Rokea Schaden durch Silber nur in ihrer natürlichen Gestalt absorbieren. • Rokea können nur mithilfe einer Gabe oder des Ritus des Entkommens aus dem Netz seitwärts wechseln. Sie können jedoch ohne Einsatz einer Gabe mit Ozeangeistern kommunizieren und diese wahrnehmen. • Rokea sterben niemals eines natürlichen Todes. Wenn sie erwachsen sind, altern sie einfach nicht mehr. • Anfangswert für Willenskraft: 4. Gestalten: Rokea können fünf verschiedene Gestalten annehmen, auch wenn die meisten nur vier beherrschen. Ihre glabroartige Gestalt, „Rundrücken“ oder Glabrus genannt, können nur Rokea annehmen, die Zeit an Land verbracht und sie erlernt haben. Ihre Menschlingsgestalt („Langflosser“) ist die eines normalen, wenn auch etwas gedrungenen und hässlichen Menschen, während die Squamusgestalt („schwimmendes Gebiss“) die eines üblicherweise einer der größeren Spezies angehörenden Hais ist (Weißer Hai, Tigerhai, Bullenhai, Hochsee-Weißflossenhai). Die anderen drei Gestalten sind nachfolgend aufgeführt (Modifikatoren in Klammern gelten im Wasser): Glabrus („Rundrücken“): Ähnlich der Glabro-Gestalt: hässlich, muskelbepackt und bucklig. Modifikatoren: Kör +2, Ges +0 (+1), Wid +2, Man -2, Ers -2) Gladius („stehendes Gebiss“): Das stehende Gebiss ist drei Meter groß, mit scharfkantigen Schuppen bedeckt und hat ein Haimaul, mit dem es einen erwachsenen Menschen entzweibeißen kann. Es ist der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Diese Gestalt löst ein schwaches Delirium aus (behandeln Sie die Willenskraft, als sei sie zwei Punkte höher). Modifikatoren: Kör +3, Ges -1 (+2), Wid +2, Man -4, Ers 0 Chasmus („kämpfendes Gebiss“): Das kämpfende Gebiss, die bevorzugte Kampfgestalt der Rokea, ist ein riesiger Hai. Der Rokea ist in dieser Gestalt anderthalb Mal so lang (ein Weißer Hai von 6 m Länge wird also zum 9 m langen Chasmus) und ruft bei Betrachtern volles Delirium hervor. Modifikatoren: Kör +4, Ges N/A (+1), Wid +3, Man -4, +1 Bissschaden Squamus („schwimmendes Gebiss“): Die für die meisten Rokea natürliche Gestalt ist von der Haiart des Charakters bis auf die Größe nicht zu unterscheiden. Modifikatoren: Kör +2, Ges N/A (+3), Wid +2, Man-4 Beispiele für Gaben: Die Gaben der Rokea drehen sich um Jagd, Töten, Fressen und ständige Bewegung. Als Inspiration können Gaben der Ahroun, der Nachfahren des Fenris und der Roten Klauen dienen. Zudem haben Dunkelwasser Zugang zu einer Gabe, die ihnen erlaubt, auf Rang 2 seitwärts zu wechseln (oder zu schwimmen). Ro STEREOTYPEN Glaswandler: Wo wart ihr, als sie lernten, das Meer zu vergiften? Warum habt ihr sie nicht aufgehalten? Rote Klauen: Wenn du verstehst, was ich meine – und davon gehe ich aus –, weißt du auch, warum wir euch nicht helfen können. Mokolé: Ihr seid das Gedächtnis, kleine Brüder und Schwestern, nicht, weil wir uns nicht erinnern, sondern weil es uns egal ist. Nuwisha: Keine Ahnung. Rokea 419