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Baals Liebkosung

Disziplinkräfte · Quietus

Vampire: Das Dunkle Zeitalter - Jubiläumsausgabe · S. 235–236

Stufe 4

Disziplin: Quietus · Quietus Cruscitus

Als Verfeinerung von Berührung des Skorpions erlaubt Baals Liebkosung einem Vampir, sein Blut in ein ätzendes Gift zu verwandeln, das alles lebende oder untote Fleisch verbrennt, normalerweise durch das Lecken über eine Klinge, die er vor dem Ansturm auf den Gegner benetzt. Häufig spucken oder husten Krieger hasserfüllte Galle und speien ganze Ströme von Vitæ aus, die ihre Feinde zu einem Haufen blubbernden Schleims zersetzen.

System: Mit Baals Liebkosung vergiftete Waffen richten wie üblich Schaden an, doch die entstandenen Wunden sind schwer heilbar. Abgesehen von den folgenden Ausnahmen wirkt diese Kraft gemäß den Regeln für Berührung des Skorpions. Statt die Widerstandsfähigkeit anzugreifen, erfordert das von Baals Liebkosung hervorgebrachte stechende Gift lediglich Hautkontakt und ruft ätzende Brandwunden hervor. Das ätzende Blut zu berühren, verursacht bei der anfänglichen Aktivierung 1 Stufe

schwer heilbaren Schadens pro Erfolg. Wenn man es einnimmt, ist der Schaden nicht absorbierbar. Fortgesetzte Berührung vergifteter Objekte, die man direkt in der Hand hält oder wenn man mit einem Kainskind ringt, das vergiftete Kleidung oder Rüstung trägt, verursacht jede Runde zusätzlichen Schaden. Dies schließt Versuche ein, vergiftete Waffen oder gegenwärtig vom Kainskind getragene Gegenstände unschädlich zu machen. Mit Gift überzogene Waffen (einschließlich der aufgeschlitzten Gliedmaßen, Klauen oder Nägel des Vampirs) richten schwer heilbaren Schaden an. Addieren Sie 1 zusätzlichen Schadenswürfel pro Erfolg beim Willenskraftwurf zur Aktivierung hinzu. Dieser Schadensbonus verbraucht sich pro Runde um 1 Punkt, bis das Gift aufgebraucht ist. Jede vergiftete Waffe ist bis dahin vom Gift zerstört. Ein Vampir kann sich auch in die Zunge oder Lippe beißen, um 1 Punkt vergiftetes Blut auf ein einzelnes Ziel zu spucken, oder bis zu dem Maximum an pro Runde einsetzbaren Blutpunkten hervorwürgen, und mehrere Ziele bespritzen. Der Kainit kann seine vergiftete Vitæ für jeden Punkt Körperkraft und Stärke, den er besitzt, bis zu 1 m weit spucken oder hervorwürgen. Alternativ kann er sie aus einer offenen Wunde verspritzen, aus selbstverursachten Verletzungen ebenso wie aus im Kampf erlittenen. Auf ein einzelnes Ziel zu spucken erfordert einen erfolgreichen Wurf auf Geschick + Sportlichkeit (Schwierigkeit 6), um zu treffen, während es auf mehrere Ziele zu sprühen wie ein Pfeilhagel abgehandelt wird (s. S. 350). Gespucktes Blut, das in Kontakt mit der Haut des Opfers kommt, verursacht schwer heilbaren Schaden, als wäre das Blut eine Wurfwaffe mit einem Schadenswert gleich den Erfolgen des Vampirs auf dem Willenskraftwurf. Der Charakter kann nach wie vor Berührung des Skorpions statt Baals Liebkosung einsetzen.

Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 187–188

Stufe 4

Disziplin: Quietus

Baals Liebkosung, der ultimative Einsatz von Blut als Waffe (sieht man einmal von Diablerie ab), erlaubt dem Kainskind, eine Waffe mit seinem eigenen Blut zu vergiften. Früher, als die Assamiten die Angriffe der sarazenischen Legionen schon anführten, sah man sie mitten im Kampf oft ihre eigenen Dolche lecken, wobei sie sich in die Zunge schnitten und auf ihre Waffen bluteten.

Baals Liebkosung wirkt bei jeder Klingenwaffe, von Stiletten über Schwerter bis hin zu Speeren oder gar Fingernägeln.

System: Mit Baals Liebkosung vergiftete Waffen machen normal Schaden, doch die entstandenen Wunden sind schwer heilbar. Es ist kein Wurf erforderlich, um

diese Kraft zu aktivieren, aber jeder Treffer verzehrt 1 Blutpunkt. Wenn etwa ein Kainit sein Messer vergiftet und seinen Gegner trifft (auch wenn er keinen Schaden macht), geht Gift im Wert von 1 Blutpunkt verloren. Aus diesem Grunde bestreichen viele Vampire ihre Waffen mit großen Mengen Blutes. Schlägt der Vampir daneben, wird kein verunreinigtes Blut verzehrt.

Wissen der Clans · S. 28 · Wissen der Clans · Assamiten · Quietus des Hexers
Wissen der Clans · S. 28 · Wissen der Clans · Assamiten · Quietus des Wesirs

4 Punkte

Assamiten · Stufe 4

Disziplin: Quietus · Quietus des Wesirs

Nur selten sind Wesire so eifrig darauf bedacht, ihren Gegnern ein gewaltsames Ende zu bereiten, wie es die Krieger sind. Die Unterwerfung ihrer Feinde erscheint ihnen wesentlich erstrebenswerter. Der Wesir kann eine Waffe mit seiner Vitae bestreichen, genau wie es ein Krieger bei seiner Version dieser Kraft tut. Bei einem erfolgreichen Angriff fügt dieser jedoch keinen Schaden zu. Stattdessen verliert das Ziel durch einen Erfolg bei einem Schadenswurf einen temporären Willenskraftpunkt. Von größerer Bedeutung ist dabei jedoch, dass das Ziel durch ein Blutsband zeitweise an den Wesir gebunden wird, wenn es all seine temporären Willenskraftpunkte durch Baals Liebkosung verliert. Dieser Effekt dauert eine einzige Szene lang an, aber währenddessen reagiert das Ziel auf den Wesir, als ob es dreimal von seinem Blut getrunken hätte. Wenn das Ziel bereits an einen anderen Vampir gebunden ist, kann es auf Willenskraft würfeln (Schwierigkeit 7), um Befehle des Wesirs zu missachten, die den Wünschen seines Herrschers seiner Auffassung nach widersprechen würden.

Ironischerweise sind die Tremere aufgrund ihrer Clansschwäche besonders anfällig für diese Kraft und sind für den Rest der Nacht in dem temporären Blutsband gefangen statt nur während einer Szene.

Wissen der Clans · S. 27

Stufe 4

Disziplin: Quietus · Quietus des Hexers

Die Hexervariante von Baals Liebkosung eignet sich weniger zur Vernichtung von Feinden als zum Niederstrecken von Dämonen. Mithilfe dieser Kraft kann der Hexer einen Blutpunkt ausgeben und schmiert dann das Blut über seine Augen. Für den Rest der Szene ist der Hexer in der Lage, immaterielle Geister und ähnliche Kreaturen wahrzunehmen, als ob sie eine feste Form besitzen würden. Wenn er einen zusätzlichen Blutpunkt aufwendet, um eine Nahkampfwaffe wie einen Dolch oder ein Schwert mit Blut zu bestreichen, kann man mit dieser Waffe solche Ziele trotz ihrer Körperlosigkeit ganz normal treffen und verwunden.