Wellen des Herzens
Disziplinkräfte · Quietus
Vampire: Das Dunkle Zeitalter - Jubiläumsausgabe · S. 238–239
Stufe 4
Disziplin: Quietus · Quietus Hematus
Mit dieser Kraft kann ein Vampir ein emotionales Echo zurücklassen, das in seinem eigenen Blut widerhallt, oder in dem jener, von denen er getrunken hat.
System: Der Vampir trinkt 1 Blutpunkt von einer Zielperson und verbringt 1 Minute in Konzentration auf die Emotion, die er ihrem Blut einprägen will. Der Spieler gibt 1 Blutpunkt aus und würfelt Charisma + Empathie (Schwierigkeit 7 unter normalen Umständen, 5, wenn der Charakter gegenwärtig die einzuprägende Emotion empfindet, 9 wenn er gegenwärtig eine starke entgegengesetzte Emotion empfindet). Das Blut einer Zielperson kann nur eine Emotion gleichzeitig in sich tragen. Bemühungen, mehrere Wellen des Herzens bei derselben Zielperson überlappen zu lassen, haben keine Wirkung. Der Vampir und die Zielperson sind immun gegen die emotionalen Effekte, die sie durch diese Kraft generieren, aber nicht gegen die Effekte anderer, die sie benutzen. Ein Vampir kann diese Kraft auf ein Lebewesen, ein anderes Kainskind (wodurch sich die beiden einen Punkt in Richtung Blutswand bewegen) oder als Verteidigungsmaßnahme auf sich selbst anwenden. Das Blut des Ziels trägt die eingeprägte Emotion für eine Anzahl von Tagen gleich den gewürfelten Erfolgen. Jeder, der die Vitæ der Zielperson schluckt, würfelt für jeden eingenommenen Blutpunkt Selbstbeherrschung oder Instinkt (Schwierigkeit = Hematus des Vampirs + 3, Maximum 9). Die Emotion übermannt den Trinker zu einem Grad und für eine Anzahl an Stunden, die davon abhängt, wie viele Blutpunkte er zu sich genommen hat: 1 Blutpunkt führt zu einer merkbaren Stimmungsschwankung, die 1 Stunde anhält. 3+ zu sich zu nehmen, schlägt den Trinker für den Großteil eines Abends in den Bann der Emotion und schränkt die geistige Kapazität ein, weil die betreffende Emotion alle anderen Gedanken und Gefühle verdrängt. Die Effekte von 5+ Blutpunkten mögen spektakulär oder katastrophal sein. Ein Trank der Furcht lähmt den Trinker, lässt ihn in Panik verfallen, schreiend davonlaufen oder vor Furcht zittern, wenn er von einem plötzlichen
Geräusch oder einer Bewegung aufgeschreckt wird. Einer, der von Hass überwältigt ist, mag jemandem, der das Pech hat, Ziel seines Zorns zu werden, die Eingeweide herausreißen, während ein von romantischer Leidenschaft erfasster Vampir sich in sein Abendessen (oder einen unglücklichen Beobachter) verlieben mag. Wellen des Herzens kann Verbündete vor der Schlacht ermutigen, sie mit Mut erfüllen oder ihre Nerven stärken, indem sie innere Unruhe durch Sicherheit und Mut besänftigt. Strategische Anwendungen umfassen das Beschützen von Herden oder das offensive Aussenden „kontaminierter“ Sethskinder und Tiere in feindliches Territorium, um die Verteidigung des Gegners zu schwächen.
Vampire: Die Maskerade Jubiläumsausgabe · S. 190
Stufe 6
Disziplin: Quietus
Laut den Aufzeichnungen der Assamiten stammt diese Technik von einem byzantinischen Gelehrten, der seine Herde vor dem Hunger anderer Kainiten schützen wollte. Wellen des Herzens erlaubt es einem Kainiten, Emotionen im Blutstrom eines Sterblichen zurückzulassen, von dem er trinkt.
Jeder andere Vampir, der anschließend von dem Gefäß trinkt, erlebt diese Empfindungen, als seien sie seine eigenen.
System: Der Charakter muss mindestens 1 Blutpunkt des Sterblichen trinken und anschließend 1 Minute lang mit ihm in direktem Körperkontakt stehen, während er sich auf die Emotion konzentriert, die er im Blutkreislauf zurücklassen will. Der Spieler verbraucht dann 1 Willenskraftpunkt und würfelt Charisma + Empathie (die Schwierigkeit beträgt unter normalen Umständen 7, wenn er die Emotion, die er zurücklassen möchte, selbst gerade empfindet 5 und wenn er gerade eine starke gegenteilige Emotion empfindet 9). Das Blut des Ziels trägt dann für jeden erwürfelten Erfolg 1 Monat lang die ihm eingeimpfte Emotion. Das Blut eines Sterblichen kann immer nur je eine Emotion aufnehmen. Weitere Versuche, Wellen des Herzens auf denselben Sterblichen zu wirken, haben keinen Effekt, bis der bestehende Effekt seine Wirkung verloren hat.
Jeder Vampir, der von einem Gefäß trinkt, das unter dem Einfluss dieser Disziplin steht, muss einen Wurf auf Selbstbeherrschung/Instinkt (Schwierigkeit = gegenwärtige Willenskraft des Sterblichen) durchführen, sobald er versucht, den ersten Blutpunkt zu schlucken. Wenn dieser fehlschlägt, überwältigt den Vampir sofort die Emotion, die im Blut gespeichert war. Die Stärke des Gefühls ist davon abhängig, wie viele Blutpunkte der beeinflussten Vitæ er trinkt.
1 Blutpunkt sorgt nur für einen kurzfristigen Gemütsumschwung, 2 führen zu einer deutlichen Stimmungsänderung und 3+ verändern den emotionalen Zustand vollständig. Je nach den Umständen und dem Gefühl können die sich daraus ergebenden Folgen spektakulär oder gar katastrophal sein.
Ein Kainit, den romantische Gefühle übermannen, kann glauben, er habe sich in den Sterblichen (oder jeden anderen, der sich gerade in der Nähe aufhält) verliebt. Einer, der von einem Gefäß trinkt, dessen Blut mit einem Hassgefühl verseucht ist, könnte sein Opfer vor Zorn in Stücke reißen, und einer, der Vitæ zu sich nimmt, die mit Furcht gesättigt ist, kann schreiend davonlaufen. Der Vampir bleibt so viele Stunden dieser aufgezwungenen Emotion ausgesetzt, wie der Sterbliche permanente Willenskraft besitzt. Allerdings können sich in diesem Zeitraum auch andere Gefühle einstellen, wenn er erst einmal den anfänglichen Schreck der plötzlichen Gefühlsaufwallung überwunden hat.
Der Sterbliche, dessen Blut mit Wellen des Herzens beeinflusst ist, spürt keine Auswirkungen und ist sich des Einflusses dieser Kraft nicht bewusst. Der Vampir, der Wellen des Herzens auf einen Sterblichen angewendet hat, ist selbst gegen die Auswirkungen dieser Kraft gefeit.